Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
GT / ET Positive Zwischenbilanz bei der BG Göttingen
Positive Zwischenbilanz bei der BG Göttingen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:36 02.09.2019
Gibt es eine Zukunft bei der BG Göttingen? Kyan Anderson (l.) und Headcoach Johan Roijakkers beim Testspiel gegen Limburg. Entscheidend wird der Fitnesszustand des Neuzugangs sein. Quelle: Foto: Schneemann
Anzeige
Göttingen

Einem deutlichen 95:79-Erfolg am Sonnabendnachmittag folgte ein 95:80 gegen Leuven am Sonntag: Die beiden Testspiele gaben nach rund vier Wochen Trainingsarbeit doch schon einige Erkenntnisse, wobei vor allem die erste Halbzeit gegen Leuven deutlich schwächer war als gegen Limburg.

„Wir sind mit dem aktuellen Stand sehr zufrieden und sind schon relativ weit“, sagt BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen, der betont, dass die Mannschaft im vergangenen Jahr schon eingespielter gewesen sei, aber die Entwicklung des aktuell neu formierten Teams schon sehr gut sei. Wobei auch der Geschäftsführer feststellt, dass noch nicht alle Spieler auf demselben Level seien.

Fitness von Anderson im Fokus

Sicher gehört auch Neuzugang Kyan Anderson dazu. Der 27-jährige Aufbauspieler kam vom Ligakonkurrenten medi bayreuth an die Leine. Nach einer Verletzung am Daumen musste der Guard allerdings eine Weile pausieren und hat noch konditionelle Defizite. „Sein aktueller Fitnesszustand macht es sehr schwierig – er muss einfach Gas geben. Ihm fehlt noch die Spritzigkeit“, so Meinertshagen, der einen vorzeitigen Abgang Andersons nicht bestätigen konnte.

Das Gerücht war rund um die Testspiele in der Sparkassen-Arena aufgekommen. „Kyan muss fit werden und dann schauen wir weiter“, ergänzt der BG-Chef. In dieselbe Kerbe haut auch Roijakkers: „Kyan ist noch nicht richtig fit und er muss mehr Ausstrahlung haben“, so der Headcoach.

Lob für Hundt

Einen richtig guten Eindruck hinterließ hingegen Aufbauspieler Bennet Hundt, der vom ProB-Ligisten LOK BERNAU zu den Veilchen kam. Hundt gilt als deutsches Nachwuchstalent mit internationalen Einsätzen bei ALBA Berlin sowie in diversen Jugendnationalmannschaften.

Der 20-Jährige zeigte in den beiden Spielen gegen die belgischen Erstligisten seine Klasse: Mit jeweils neun Assists war Hundt der beste Vorbereiter und erzielte zudem in beiden Partien zusammen 25 Punkte – ein Ausrufezeichen. „Bennet macht bisher einen sehr gute Eindruck und hat einen hohen Basketball-IQ“, freut sich Roijakkers über die bisher starke Leistung Hundts.

Hundt ist eine positive Überraschung. Er spielt bisher sehr stark und hat vor allem das Spiel auch verstanden“, lobt Meinertshagen. Allerdings weißt auch darauf hin, dass es bisher nur Testspiele gewesen seien und man deshalb die Leistung auch nicht hoch bewerten solle.

Andric und Lasisi Topscorer

Zwei gute Tage erwischte auch Mihajlo Andric, der insgesamt 30 Punkte, davon acht Dreier, erzielte. Sehr positiv war zudem die Vorstellung vom letzten BG-Transfer Elias Lasisi, der 31 Punkte (9 Dreier) warf.

Dass besonders in der ersten Hälfte am Sonntag gegen Leuven die Luft raus war und „einige Spieler nicht auf dem Platz waren“ (Zitat Roijakkers), begründet der Geschäftsführer die eher mäßige Leistung in den ersten beiden Vierteln mit einer gewissen Müdigkeit. „Man hat dem Team schon angemerkt, dass es etwas müde war. Wir waren oftmals einen Schritt zu spät. Der Coach hingegen begründete die Leistung in der ersten Halbzeit mit zu viel Passivität seines Teams, weniger mit der Belastung von zwei Spielen binnen zwei Tagen.

Insgesamt zeigt sich Meinertshagen mit dem Stand des Teams zufrieden. „Wir sind auf einem guten Weg, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns“, so der Geschäftsführer.

Auch Headcoach Roijakkers ist mit den ersten vier Wochen durchaus einverstanden. „Wir spielen schon gut zusammen – besser als erwartet. Bei den Spielern gibt es allerdings noch große Unterschiede, denn es sind noch nicht alle fit“, sagt der niederländische Coach.

Nach einem Zusammenprall im Spiel gegen Limburg konnte Dominic Lokhart am Sonntag wieder mitwirken und erzielte gute 15 Zähler. Mathis Mönnighoff verletzte sich bereits im ersten Viertel am Knie und kam nur drei Minuten zum Einsatz – nach einem MRT-Termin am Dienstag kann mit einer Diagnose gerechnet werden.

Es bleibt abzuwarten, wie die kommenden drei Wochen Vorbereitung laufen, ehe am 25. September, der Bundesliga-Auftakt gegen die Löwen Braunschweig ansteht.

Von Jan-Philipp Brömsen