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Sportbuzzer-Fußball-regional SVG Göttingen empfängt Bersenbrück
Sportbuzzer-Fußball-regional SVG Göttingen empfängt Bersenbrück
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16:56 31.08.2017
Yannik Freyberg (2. v. r.), hier gegen Northeim, ist nicht mehr Alleinunterhalter im SVG-Sturm.
Yannik Freyberg (2. v. r.), hier gegen Northeim, ist nicht mehr Alleinunterhalter im SVG-Sturm. Quelle: Pförtner
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„Bersenbrück hat einen guten Kader, hat meines Wissens auch personell davon profitiert, dass die U21 des VfL Osnabrück zurückgezogen worden ist“, sagt Thorsten Tunkel, Fußball-Abteilungsleiter der SVG. Die Sandweg-Elf muss im Heimspiel auf Josu Vicuna (zwei Wochen Heimaturlaub in Spanien), Benni Duell (Mittelhandbruch), Nico Grimaldi (Leistenzerrung) und vor allem Stürmer und Neuzugang Lucas Duymelinck verzichten, der erneut mit der Bundeswehr ins Manöver.

„Lucas ist ein Top-Mann“, sagt SVG-Offensivkraft Yannik Freyberg, der in Heeslingen den Treffer zum Ausgleich markiert hat. „Ich komme ja gern von außen und ziehe in die Mitte. Nun habe ich einen durchsetzungsfähigen Stürmer neben mir.“

Trotz des Ausfalls von Duymelinck ist Freyberg im Hinblick auf die Heimpartie gegen Bersenbrück optimistisch: „Auf dem Papier ist unser Kader schlechter geworden, das dachte ich auch erst. Das Team ist mit den jungen Spielern aufgefrischt worden. Wir haben Spieler dazubekommen, die angreifen, die Gas geben, wenn sie auf dem Platz stehen.“

Im vergangenen Jahr („Die letzte Saison war nicht gut, da gibt es nichts zu beschönigen“) habe die SVG mehr Erfahrung besessen, nun sei die Mannschaft „ein bisschen grüner hinter den Ohren“, unterstreicht der Torjäger. „Dafür haben wir deutlich mehr Trainingsbeteiligung.“

Aktuell sei die Tabelle, auf die SVG bezogen, wenig aussagekräftig. „Das erste Spiel war Mist, keine Frage. Aber in Wunstorf waren wir schon ganz gut, haben aber einen Sonntagsschuss gefressen. Und in Heeslingen haben wir nach 20 Minuten das Spiel bestimmt.“ Wenn das Team so weitermache, fahre es „zwangsläufig“ Punkte ein. „Momentan spielen wir gut, aber der Ertrag stimmt noch nicht. Wir müssen jetzt nur ruhig bleiben, dann punkten wir auch.“

Zu den ambitionierten Neuzugängen gehört auch Torhüter Dennis Henze, der von den A-Junioren des 1. SC 05 kam und in Heeslingen spielte. Trainer Knut Nolte hat sich laut Tunkel im Kampf um die Nummer eins zwischen Henze und Omar Younes vorerst für eine Zwei-Spiele-Regel entschieden: In zwei Spielen steht der eine im Kasten, die nächsten zwei der andere. „Sie sind beide gleich stark, und wir wollen die Leistung der beiden belohnen“, erläutert Tunkel.

Am Donnerstag war letzter Transfertag – für die SVG gab es aber nichts mehr zu transferieren. „Wir brauchen uns in keinster Weise zu verstärken“, stellt Tunkel klar. „23 Leute im Kader inklusive dreier Torhüter sollten reichen.“

Ob der Kader so stark ist, auch gegen Bersenbrück zu bestehen, wird sich am Sonntag zeigen, wobei Tunkel vor allem vor Stürmer Emil Jula, Ex-Profi des VfL Osnabrück, Respekt hat. Jula ist in der laufenden Saison freilich kaum zum Zuge gekommen. „Ich wünsche niemandem etwas Schlechtes. Aber ich will es mal so formulieren: Vor allem als Zuschauer ist er herzlich willkommen“, sagt Tunkel.

Von Eduard Warda