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WM Wolfgang Niersbach schießt zurück
WM Wolfgang Niersbach schießt zurück
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09:13 12.06.2014
Tischtuch zerschnitten: Theo Zwanziger (links) und Wolfgang Niersbach. Quelle: dpa/Fredrik von Erichsen (Archiv)
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Sao Paulo

Die Krise des Weltverbandes FIFA macht auch vor dem deutschen Fußball nicht Halt. Nachdem in der Korruptionsaffäre um die höchst umstrittene Vergabe der WM 2022 an Katar erstmals der Name von Lichtgestalt Franz Beckenbauer aufgetaucht war, flogen am Mittwoch zwischen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und dessen Vorgänger Theo Zwanziger die Fetzen. "Das ist haltlos, unangemessen und kommt von einem Mann, der seit über zwei Jahren in der Isolation lebt", konterte Niersbach (63) den Rundumschlag Zwanzigers (69) gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und ihn selbst: "Nicht nur für mich persönlich, sondern für den gesamten DFB kann ich das aufs Schärfste zurückweisen."

Zwanziger, auf Funktionärsebene nur noch bis 2015 deutscher Repräsentant im FIFA-Exekutivkomitee, hatte dem Verband im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) "kein ausreichendes politisches Verständnis" attestiert. Konkret an Niersbach hatte er kritisiert, dass dieser nicht bereit gewesen sein soll, im Rahmen einer Dokumentation zur Ermordung der Deutschen Elisabeth Käsemann 1977 in einem argentinischen Gefängnis Stellung zu beziehen. Dies nannte Zwanziger "schade". Auch die Zwanziger-Vorwürfe gegen Bundestrainer Joachim Löw wies Niersbach zurück. "Das kann ich nicht gelten lassen, dass der DFB ein schlechtes Bild abgegeben hat", sagte Niersbach: "Da waren sicherlich unglückliche Momente dabei, besonders der Unfall." Im Trainingslager des DFB vor der WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) waren bei einem Werbedreh zwei Personen verletzt worden.