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BG Göttingen 2. Basketball-Bundesliga: Düsseldorf Baskets erster sportlicher Absteiger
Sportbuzzer BG Göttingen 2. Basketball-Bundesliga: Düsseldorf Baskets erster sportlicher Absteiger
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17:56 20.08.2013
Von Mark Bambey
Hansjörg Tamoj (links) und Daniel Müller.
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Göttingen

Damit steht der Klub von Geschäftsführer und Cheftrainer Murat Didin als erster Absteiger der Saison 2013/14 fest. Im April hatten die Düsseldorf Baskets die Lizenz für die 2. Basketball-Bundesliga unter strengen Auflagen erhalten.

„Zu diesem Schritt haben wir uns entschließen müssen, nachdem Düsseldorf eine Vielzahl von Auflagen der erteilten Lizenz nicht eingehalten hat und nachträglich Tatsachen bekannt geworden sind, die ergeben haben, dass die Voraussetzung für die Erteilung der Lizenz auch tatsächlich nicht vorgelegen haben“, teilte Hansjörg Tamoj mit. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der 2. Basketball-Bundesligen betonte, dass das Gremium diese Entwicklung außerordentlich bedauere, „zumal wir mit Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt einen interessanten Standort verlieren. Allerdings sehen wir uns zur Wahrung der Chancengleichheit im Rahmen unseres Wettbewerbs gezwungen, in dieser Weise zu verfahren. Angesichts der bereits in den vergangenen Jahren immer wieder feststellbaren Probleme, blieb uns keine andere Wahl mehr“, so Tamoj weiter.

Regionalligist BBC Magdeburg

Ob Regionalligist BBC Magdeburg nun den frei gewordenen Platz in der Pro A einnehmen wird, soll sich möglichst bald entscheiden. Allerdings hat Düsseldorf nun noch eine Woche Zeit, um gegen die Entscheidung Widerspruch einzulegen. „Auf der Liga-Tagung im Juli wurde entschieden, dass es ein Wildcard-Verfahren geben soll, wenn ein Platz vakant ist. Magdeburg ist der einzige Bewerber, diese Unterlagen prüfen wir jetzt“, sagt Daniel Müller. Der Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesligen kündigt baldige Gespräche mit den Magdeburgern und dem Deutschen Basketball-Bund (DBB) an. „Es gibt keine Frist, aber wir möchten möglichst bald entscheiden, damit Magdeburgs Wettbewerbsnachteil nicht noch größer wird.“ Dimitris Polychroniadis, Trainer des BBC Magdeburg, hatte am vergangenen Freitag gegenüber dem Tageblatt den Willen seines Klubs betont, wenn möglich unbedingt in der Pro A starten zu wollen.

Alles andere als froh darüber

Frank Meinertshagen, Geschäftsführer der BG Göttingen, ist alles andere als froh darüber, dass seine bereits vor mehr als sechs Wochen geäußerte Prognose nun Gewissheit wurde. „Professionellen Basketball zu organisieren, ist nicht einfach, und es hängen auch immer Personen und Beschäftigungsverhältnisse daran. Es ist sehr schade, dass so ein attraktiver Standort kaputt geht“, betont Meinertshagen. Er hoffe nun inständig, dass mittels Wildcard-Verfahren ein Starter für den vakanten 16. Startplatz gesucht und gefunden werde.

Zum einen sehe es unprofessionell aus, wenn immer ein Team pausieren muss und außerdem gebe es ohnehin schon recht wenige Spiele. „Zum anderen gehen uns natürlich auch Einnahmen verloren. Ganz grob gerechnet sind das gut 10 000 Euro“, so Meinertshagen. Der ehemalige Erst- und Zweitliga-Center sei zwar absolut kein Freund von nicht sportlich errungenen Aufstiegen, doch er betont: „Alles ist besser, als mit einem Team weniger in die Zweitliga-Saison zu starten.“