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BG Göttingen 2000 Zuschauer feiern neu formiertes MEG-Team
Sportbuzzer BG Göttingen 2000 Zuschauer feiern neu formiertes MEG-Team
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23:11 06.09.2009
Auf Autogrammjagd: Die Veilchen – vorne Cody Toppert und Wolfgang Gieler (v. l.) – erfüllen die Wünsche der Fans.
Auf Autogrammjagd: Die Veilchen – vorne Cody Toppert und Wolfgang Gieler (v. l.) – erfüllen die Wünsche der Fans. Quelle: Theodoro da Silva
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MEG – Phantoms Braunschweig 82:76 (69:54, 45:38, 25:16). Drei Viertel lang begeisterten die Veilchen ihre Fans mit rasanten Offensivaktionen, spektakulären Kombinationen und Treffern sowie aggressiver Verteidigung über das ganze Feld. Zeitweise führten sie die Phantoms, die allerdings ohne ihre bei der EM weilenden Nationalspieler Schaffartzik und Idbihi sowie Allen und Hicks angereist waren, regelrecht vor und zogen mehrmals auf 15 Punkte davon.
Vor allem Jason Boone, der sich unter den Körben eindrucksvoll durchbiss und aus dem Feld und von der Freiwurflinie hervorragend traf (je 67 Prozent), feierten die Zuschauer frenetisch, aber auch die Neuen Brandon Thomas, Chris McNaughton (in der zweiten Halbzeit wegen einer leichten Leistenzerrung nicht mehr eingesetzt) und Nachwuchscenter Wolfgang Gieler bekamen immer wieder Szenenapplaus.
Erst als sich bei den Gastgebern, die eine Woche Intensivtraining und das Spiel vom Vortag in den Knochen hatten, im letzten Viertel Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten, kam Braunschweig bis auf 78:75 (39.) heran. Doch Jacobson brachte mit vier verwandelten Freiwürfen den Sieg über die Runden. „Wir hatten Licht und Schatten. Doch dafür, dass wir erst fünf Tage zusammen trainieren, lief es schon ganz flüssig“, lautete das Resumee von MEG-Headcoach John Patrick.
MEG: Kulawick (5), McNaughton (9), Rochestie (3), Little (2), Jacobson (6), Frazier (4), Thomas (16), Boone (14), Oliver (11), Gieler (9), Finger, Toppert (3).
Tigers „überraschend stark“
MEG – Tigers Hannover 90:79 (48:39). Es schien fast so, als hätte sich nichts verändert. MEG begann mit den weiterverpflichteten Ben Jacobson, Jason Boone, Chris Oliver, John Little und Robert Kulawick. Nach dreieinhalb Minuten brachte Patrick die ersten Neuen. Und Cody Toppert, McNaughton, Chester Frazier, Thomas und Taylor Rochestie zeigten gleich, was sie drauf haben: Thomas war mit zwölf Punkten bis zur Halbzeit der Treffsicherste, McNaughton wirbelte agil unter dem Korb, und auch Taj Finger führte sich mit sieben Punkten gut ein.
Doch der von Mahmut Ataman trainierte Gegner, den Patrick als „überraschend stark“ bezeichnete, hielt gut dagegen, kämpfte sich immer wieder heran. Aber wenn es knapp wurde, drehten die Veilchen ein bisschen mehr auf. Oliver, mit 22 Punkten bester Werfer, und Boone mit gewaltigen Dunks bekamen dabei den meisten Applaus. Aber auch die Neuen machten Eindruck. „Die haben Potenzial“, lobte Fan Michael Wiese und befand: „Jetzt haben wir mit McNaughton endlich mal einen richtigen Center unterm Korb.“ Pascal Ledgister war von Brandon Thomas begeistert: „Das ist ein super Allround-Zwei-Meter-Amerikaner.“ Aber die Zuschauer waren nicht nur begeistert von den Neuen, sondern die Neuen auch vom Publikum: „Wahnsinn, was hier los ist“, staunte 2,11-Meter-Mann McNaughton. „Das gibt einen Extraschub im Spiel.“
MEG: Oliver (22), McNaughton (15), Thomas (14), Finger (10), Boone (8), Jacobson, Toppert (je 5), Rochestie (4), Little (3), Kulawick (2), Frazier (2).

Von Michael Geisendorf
und Manuel Becker