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BG Göttingen BG-Basketballer werden im Reha-Zentrum Junge durchgecheckt
Sportbuzzer BG Göttingen BG-Basketballer werden im Reha-Zentrum Junge durchgecheckt
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00:19 18.08.2013
Von Michael Geisendorf
Schwer, Balance zu halten: Marc Liyanage (l.) und David Walli beim letzten Test des Functional Movement Screen. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Gerade musste sich der aus Düsseldorf zur BG gewechselte 23-jährige Flügelspieler zum Abschluss des Functional Movement Screen (FMS), einem aus sieben Einzeltests bestehenden Programm zur funktionellen Bewegungsanalyse, auf Händen und Knien über einer an eine Straßensperre erinnernde Vorrichtung niederlassen und parallel Arm und Bein auf der gleichen Seite so hoch heben wie möglich heben, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Veilchen-Akteure werden in die Mangel genommen

Die FMS-Experten Sebastian Junge und David Walli sind mit dem Gesamtergebnis zufrieden, weisen aber darauf hin, dass sich Liyanage wegen einer früheren Operation an der linken Schulter nach einem Bänderriss auf spezielle Trainingseinheiten gefasst machen muss. „Ich finde solche Tests sehr sinnvoll. Es ist gut zu wissen, wo die Schwächen liegen, und an ihnen zu arbeiten“, sagt Liyanage. Wie der Ex-Düsseldorfer werden auch die anderen deutschen Veilchen-Akteure in die Mangel genommen. Kapitän Marco Grimaldi, der aus Bremerhaven zurückgekehrte Jermaine Raffington und Nachwuchstalent Aaron Donkor kennen die Prozedur aus vergangenen Jahren. Dominik Spohr von Erstliga-Absteiger Giessen 46ers und Jeremy Dunbar von den Cuxhaven Bascats haben ähnliche Untersuchungen bei ihren bisherigen Klubs mitgemacht – allerdings nicht so vielfältige, betonen sie. Die Amerikaner, Nick Livas, David Godbold und Jermain Mallett werden in die Mangel genommen, wenn sie nächste Woche in Göttingen eintreffen.

Klappenfunktion und Pumpleistung des Herzens

„Gegenüber den Vorjahren haben wir die Tests noch ausgeweitet“, erzählt Reha-Zentrum-Leiter Rainer Junge. „Es sind umfängliche orthopädische, internistische und kardiologische Untersuchungen“, ergänzt der Orthopäde Dr. Rolf Hamann. Stabilität und Beweglichkeit der Gelenke werden ebenso unter die Lupe genommen wie der Status der Muskulatur. Darüber hinaus testet die leitende Ärztin der Kardiologie, Dr. Jeanette Walle, mit EKG und Echo-Kardiographie die Klappenfunktion und Pumpleistung des Herzens und diagnostiziert eventuelle Rhythmusstörungen. Der Kardiologe und Internist Professor Johannes Dahm wertet die Ergebnisse aus. Am heutigen Freitag folgen noch Kraft-, Sprungkraft- und Konditionstests. „Wir wollen den Spielern nichts Böses, sondern ihnen helfen, vorhandene Defizite zu erkennen und sie zu beseitigen“, versichert Rainer Junge. Bezahlen müsse die BG die Tests, die rund 350 Euro pro Person kosten, nicht. „Das übernehmen wir als Sponsorenleistung“, betont Junge.

„Es fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen.“

Während sich Liyanage seit zwei Wochen in Göttingen aufhält („Die Stadt ist sehr schön, und die Leute sind ausgesprochen nett“), sind Dunbar, Spohr und Raffington erst am Mittwoch eingetroffen. „Ich bin mit meiner Frau Laurel durch die Stadt gelaufen, und wir haben viele schöne Ecken wiedererkannt“, berichtet Raffington, der froh ist, nach zwei Jahren in Bremerhaven, wo er für seinen Geschmack zu viel auf der Bank geschmort hat, wieder für die BG spielen zu können: „Es fühlt sich an, wie nach Hause zu kommen.“
Dunbar freut sich, das erste Punktspiel für die BG am 28. September (18 Uhr) gegen seinen Ex-Club in Cuxhaven bestreiten zu können.

Das erste Heimspiel folgt am Donnerstag, 3. Oktober (20 Uhr), gegen Paderborn.