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BG Göttingen BG Göttingen: Verwaltungsausschuss stimmt für Oberbürgermeister-Plan
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22:24 28.04.2014
Von Mark Bambey
Kommen wieder: Die BG-Spieler haben sich den Aufstieg erkämpft - nun wird am Budget gefeilt. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Mit einem Volumen von bis zu 112 000 Euro wollen sich die Stadt und zwei stadteigene Gesellschaften in der kommenden Saison 2014/15 engagieren. Der Beschluss erfolgte mit den Stimmen der SPD-Fraktion sowie der CDU/FDP-Gruppe und des Oberbürgermeisters. Dagegen stimmte die GöLinke. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen nahm an der Abstimmung nicht teil.

„Wir freuen uns sehr, dass es so zeitnah zu diesem Beschluss gekommen ist. Das hilft uns ungemein“, sagte BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen auf Tageblatt-Anfrage. Mit der Höhe der Zuschüsse sei er „sehr zufrieden“ denn sie entspreche dem der gewünschten Entlastung. „Wir hatten von Anfang an darum gebeten, uns bei den Kosten für die Hallenmiete entgegenzukommen. Das passt jetzt in etwa“, fügte Meinertshagen an.

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Durch diese Unterstützung soll der BG der für das Stadtmarketing bedeutende Spielbetrieb in der 1. Liga ermöglicht werden. Verbunden damit sei die Hoffnung, erklärte Oberbürgermeister Meyer, dass das verstärkte Engagement der Stadt zu zusätzlichen Sponsoringleistungen der Wirtschaft und von Privatpersonen führe. Meyer betonte, dass das Engagement nicht zu Kürzungen im Bereich des Breiten- oder Vereinssports führe.

BG liegt bei Nachwuchstraining deutlich über den Forderungen

Es berücksichtige aber, dass das Budget der BG im Rahmen der Kinder- und Jugendarbeit 120 000 Euro für die Unterstützung der beiden Nachwuchsbundesligamannschaften beinhalte. Laut Statuten der BBL sind die Klubs jedoch nur verpflichtet, zehn Prozent ihres Spieler-Etats für die Nachwuchsarbeit einzusetzen – die BG liegt somit deutlich über den Forderungen der Liga.

Zum jetzt beschlossenen Maßnahmenpaket trägt die Stadt Göttingen 42 000 Euro bei. Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH (GWG) steuern bis zu 70 000 Euro bei.

„Beim Anteil der Stadt geht es um die Auszahlung von im Haushalt bereits veranschlagten und laut Entschuldungshilfeprogramm vorgesehenen 30 000 Euro sowie um einen Verzicht auf Mieteinnahmen für die Nutzung städtischer Hallen in Höhe von 12 000 Euro. Die beiden städtischen Gesellschaften werden Sponsoringverträge mit der BG abschließen, die GoeSF über bis zu 50 000, die GWG über bis zu 20 000 Euro“, so Meyer.

Low-Budget-Team unausweichlich

Die 30 000 Euro im Haushalt sind nach Tageblatt-Informationen bereits früher als Unterstützung der Basketballer für die teuren Heimspiele in der Lokhalle bereitgestellt worden, wurden aber zuletzt nicht mehr abgerufen. Auch diesen Kompromiss hatte Meyer 2007 erarbeitet. Damals bekamen die Veilchen einen Festbetrag von 60 000 Euro für die Basketball-Erstligasaison plus einen Euro für jeden Zuschauer ab einer Besucherzahl von 2000 Zuschauern pro Heimspiel.

Für die kommende Saison in der 1. Basketball-Bundesliga will die BG Göttingen einen Etat in Höhe von 1,8 Millionen Euro realisieren. Das sind knapp 500 000 Euro mehr als der bisherige Etat in der 2. Liga. Der durchschnittliche Etat in der BBL beträgt aktuell etwa 4,9 Millionen Euro. Die Veilchen werden also ein absolutes Low-Budget-Team zusammenstellen müssen.

Den größten Posten im Etatplan macht das Team-Budget aus. Es steigt von 640 000 auf 830 000 Euro. Damit ergebe sich ein Jugend-Budget in Höhe von 83 000 Euro. Die BG will jedoch ihre ohnehin intensive Nachwuchsarbeit weiter verbessern und stemmt 120 000 Euro.