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20:05 23.03.2018
Gegen Ludwigsburg fehlte den Veilchen um Darius Carter (Nummer 12) und Stephan Haukohl (35) der Biss.
Gegen Ludwigsburg fehlte den Veilchen um Darius Carter (Nummer 12) und Stephan Haukohl (35) der Biss. Quelle: Swen Pförtner
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Das fordert auch BG-Headcoach Johan Roijakkers. Der hatte nach der Niederlage gegen die Riesen gesagt, er hätte sich von seiner Mannschaft ein bisschen mehr Kampf gewünscht und hoffe, „dass wir diesen Kampfgeist bald wiederfinden“. Das aber könne man nicht trainieren. „Das müssen die Spieler selbst klären“, sagt Roijakkers. „Man darf nicht enttäuscht sein, wenn man nicht kämpft.“

Dennoch hat Roijakkers auch Gutes gesehen im Spiel gegen Ludwigsburg – nämlich die Defensive: „Unsere Verteidigung war sehr, sehr stark. In der zweiten Halbzeit sogar noch besser als in der ersten.“ Aber wie schon gegen Berlin hätten die Veilchen zu schlecht gepunktet.

Das habe mit Qualität zu tun. Das habe aber auch an der aggressiven Verteidigung der Riesen gelegen. Mit so einer schwachen Scorer-Leistung könne man jedenfalls kein Spiel gewinnen, sagt der BG-Trainer. Dabei hätten die Spieler gegen Frankfurt ja gezeigt, dass sie es können.

Lernen und besser werden

Um so besser, dass jetzt mit Bamberg der nächste schwere Gegner warte. „Es ist schön, gegen drei solche Kaliber innerhalb einer Woche zu spielen“, betont Roijakkers. Dadurch könne sein Team lernen und besser werden. Außerdem müssten seine Spieler nun gewarnt sein: „Bambergs Größe, Stärke und Athletik sind beeindruckend.“

Wie schon gegen Berlin und Ludwigsburg gehe es am Sonntag daher darum, körperlich stark und mental erwachsen zu sein und so lange wie möglich dagegen zu halten. Denn, so Roijakkers: „Wenn man sich über die Intensität wundert, dann trifft man nicht.“

Schwierige Phase

Hoffnung darf den Veilchen machen, dass der deutsche Meister derzeit eine schwierige Phase durchmacht und um die Teilnahme an den BBL-Playoffs bangen muss. Nach der Freistellung von Andrea Trinchieri übernahm dessen italienischer Landsmann Luca Banchi im März den Trainerposten bei den Franken.

In der Liga folgten daraufhin ein überraschend deutlicher Erfolg bei Ratiopharm Ulm (105:96) und ein Zittersieg in zu Hause gegen s.Oliver Würzburg (70:67). Mit 14 Siegen liegen die Bamberger derzeit auf Tabellenplatz sieben, punktgleich mit den Fraport Skyliners, die die Göttinger zuletzt geschlagen haben.

Nicht so souverän

„Auch wenn die Franken in dieser Spielzeit nicht so souverän wie in den vergangenen auftreten, sind sie der BG qualitativ deutlich überlegen“, schränkt BG-Pressesprecherin Birte Meyenberg aber ein. Banchi hat trotz Verletzungssorgen nämlich die Qual der Wahl: Nach der Genesung von Forward Luka Mitrovic stehen dem Trainer acht Ausländer für sechs freie Plätze zur Verfügung.

Nur zwei Bamberger Akteure kamen bisher in allen 24 Spielen der Basketball-Bundesliga zum Einsatz: Aufbauspieler Maodo Lo und Dreier-Spezialist Lucca Staiger. Im ausgeglichenen Bamberger Kader kommen nur Hickman (11,4 Zähler) und Wright (11,3) auf eine im Schnitt zweistellige Punkteausbeute. „Ihre Guards können alle auf mehreren Positionen spielen und Partien im Alleingang entscheiden“, warnt Roijakkers.

Am Sonntag wird sich zeigen, ob die Veilchen das verhindern können – und ihren Kampfgeist wiederfinden.

Für das Duell gegen Champion Bamberg gibt es noch Karten unter www.bggoettingen.de und am Sonntag ab 18 Uhr an der Arena-Kasse.

Von Andreas Fuhrmann