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BG Göttingen BG Göttingen besiegt sensationell den Deutschen Meister
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10:49 26.03.2018
Göttingens Brion Rush jubelt.
Göttingens Brion Rush jubelt. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Beim Serienmeister läuft in diesem nicht alles rund. Aktuell Platz sieben ist deutlich zu wenig für die Ansprüche der Franken. Der Trainer, der Italiener Andrea Trinchieri musste gehen, ihm folgte sein Landsmann Luca Banchi. Der kann mit Top-Personal arbeiten. Mit Lucca Staiger und Maodo Lo stehen zwei aktuelle Nationalspieler im Kader der Franken. Die BG hat mit Dominic Lockhart einen Auswahlspieler in ihren Reihen.

Die BG startet mit Michael Stockton, Darius Carter, William Buford, Jordan Loveridge und Joanic Grüttner. Für das 0:2 sorgt aber Ricky Hickman, Dorell Wright legte zum. 0:5 nach. Nach knapp zwei Minuten dann das 2:5 von Buford - und ein Defekt der Hallenanzeige. Der allerdings kann schnell behoben werden. Doch nach dem ersten Viertel reiben sich viele der 3268 Besucher in der Halle verwundert die Augen. Mit 27:20 entscheidet die BG den Abschnitt für sich. Die Drei-Punkte-Würfe fallen, Rush, Buford und Haukohl treffen fünf von sieben Versuchen, beeindruckende 71 Prozent Quote. Und die Abwehr steht gut gegen körperlich sehr starke Bamberger.

Auch das zweite Viertel entscheidet die BG für sich. Mit 54:44 geht es in die Pause. Die Franken versuchen, sich in den zweiten zehn Minuten besser in Szene zu setzen, allein: Die BG lässt das nicht zu. In der Verteidigung stemmten sich die Veilchen aufopferungsvoll gegen anrennende Bamberg um den sehr auffälligen Daniel Hackett, und vorne treffen sie immer dann, wenn Bamberg näher kommt. Bambergs Trainer Banchi anaylsiert nach dem Spiel, die BG habe immer zu richtigen Zeit punkte gemacht und jeden Fehler seines Teams bestraft. Auffällig, dass die Gäste inzwischen die Reboundstatistik anführen. Doch bei den Assists haben die Veilchen deutlich die Nase vorne. Acht Drei-Punkte-Würfe haben die Veilchen bei 13 Versuchen versenkt. Ganz stark. Bemerkenswert auch, dass die Veilchen mehr als doppelt so viele Fouls auf ihrem Konto gesammelt haben wie die Bamberger.

Die Spannung steigt, die Halle brodelt. Mitte des dritten Viertels hat sich Bamberg heran gekämpft, 74:73. Kippt das Spiel? Wright trifft einen Dreier nach dem anderen, aber Rush versenkt ebenfalls seine Würfe. Die Schiedsrichter bringen die Halle mit zwei gepfiffenen Offensivfouls gegen die BG gegen sich auf. Haukohl wird unter dem Korb angegangen, die Referees pfeifen Schritte gegen den BGer. Lockhart wird gegen Ende des Viertels krachend abgeräumt, nur zwei Freiwürfe. Doch die Veilchen lassen sich nicht beirren. Mit 81:73 führen sie nach 30 Minuten immer noch recht komfortabel.

Das Schlussviertel wird dann ein Kampf auf Biegen und Brechen. Zwei Minuten dauert es, bis der erste Korb fällt. Die Franken kommen wieder heran, nur einen Punkt liegt die BG noch vorn. Dann allerdings spielen vor allem Rush, Stockton und Buford, der ein ganz starkes Spiel in Abwehr und Angriff lieferte, ihre ganze Routine aus, die BG zieht wieder davon. Die Halle steht Kopf, als Loveridge den 100. Punkt markiert. Als das Spiel abgepfiffen wird, feiern die Fans ihre BG. Deren Trainer Johan Roijakkers lobt anschließend sein komplettes Team und die Intensität, mit der die Spieler aufgetreten seien. Das sei komplett anders gewesen als bei der Niederlage am Mittwoch gegen Ludwigsburg. Roijakkers: „ Wenn Rush und Stockton die Energie haben, dann haben sie auch die anderen. Sie sind Schlüsselspieler.

Lockhart (6 Punkte), Williams (2), Kramer (2), Carter (17), Rush (25, 7 von 8 Dreiern), Stockton (12), Loverdige (10), Haukohl (7), Buford (24), Grüttner.

Von Peter Krüger-Lenz

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