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BG Göttingen Veilchen hoffen auf Sternstunde
Sportbuzzer BG Göttingen Veilchen hoffen auf Sternstunde
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17:03 31.03.2017
Von Mark Bambey
Selbstbewusster Außenseiter: Die BG Göttingen - hier mit Scott Eatherton gegen Daniel Theis - will dem Deutschen Meister einen harten Kampf liefern. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

„Wir haben uns schon Gedanken gemacht, was wir noch erreichen wollen in dieser Saison. Diese Mannschaft ist einfach klasse, jeder will gewinnen und es ist wirklich kein einziger Querkopf dabei“, betont BG-Kapitän Dominik Spohr. Ein wenig Blut geleckt hätten die im Tabellen-Niemandsland chillenden Veilchen nach dem Überraschungssieg gegen Alba Berlin geleckt, so Spohr: „Wir spielen eine tolle Serie, der vorzeitige Ligaverbleib ist ein Riesenerfolg für uns. Aber wir sind noch nicht fertig: Wir wollen die Saison mit einem Sieg gegen ein absolutes Top-Team krönen. Allerdings ist die Rollenverteilung klar, wir sind der absolute Underdog.“

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Ein ehrgeiziges Ziel, denn sportlich, finanziell und strukturell trennen die BG Göttingen und Brose Bamberg Welten. Geschätzte 18 Millionen Euro beträgt das Saison-Budget der Franken, da kann selbst der oft als Liga-Krösus bezeichnete FC Bayern München mit geschätzten 15,5 Millionen Euro nicht mithalten. Den Göttingern stehen etwa 2,3 Millionen Euro zur Verfügung. „Brose hat einen formidablen Kader. Coach Andrea Trinchieri stehen neun Nicht-EU-Ausländer zur Verfügung. Das ist Basketball auf dem höchsten europäischen Niveau“, betont BG-Trainer Johan Roijakkers.

Für die Euroleague-Playoffs hat es für den einzigen deutschen Teilnehmer am höchsten europäischen Klub-Wettbewerb allerdings nicht gereicht. Am Donnerstag gab es zu Hause eine 97:99-Niederlage nach Verlängerung gegen Darüssafaka Dogus Istanbul. Überragender Akteur der Gäste, die ihr Budget dank neuen Sponsoren von etwa 16 auf 30 Millionen Euro aufgestockt haben sollen, war der ehemalige Brose-Spielmacher Brad Wanamaker, 30 Punkte markierte. „Bamberg hat gegen Darüssafaka Istanbul ein wirklich gutes Spiel gemacht. Eine Krise erkenne ich nicht. Darüssafaka ist ein europäisches Top-acht-Team“, sagt Roijakkers.

Allerdings machten die von einem extrem harten Spielplan gebeutelten Bamberger in der Schlussphase erneut den Eindruck, als benötigten sie dringend eine Sauerstoff-Infusion samt Frischzellen-Kur. Erneut schafften sie es nicht, einen komfortablen Vorsprung ins Ziel zu retten. „Wir wissen, dass Bamberg derzeit nicht topfit ist. Allerdings haben sie einen phänomenalen Kader. Wir müssen über uns hinauswachsen, wenn wir sie schlagen wollen“, sagt Spohr. Die Herkulesaufgabe Giganten-Sturz werden die Veilchen aller Voraussicht nach in Bestbesetzung angehen.