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BG Göttingen Ulm eine Nummer zu groß für die BG
Sportbuzzer BG Göttingen Ulm eine Nummer zu groß für die BG
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00:03 29.01.2017
Von Eduard Warda
Quelle: SPF
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Göttingen

Kurioserweise mit exakt demselben Ergebnis hatte die BG auch ihr erstes Heimspiel der Saison gegen den FC Bayern verloren, was darauf schließen lässt, dass es für die Veilchen gegen die Titelkandidaten in dieser Spielzeit nicht viel zu holen gibt. Dabei hatten gegen Ulm die ersten zehn Minuten Anlass zu Hoffnung gegeben.

Ulm hatte merkliche Probleme, ins Spiel zu finden, und die Veilchen nutzten den halbherzigen Vortrag des Spitzenreiters gnadenlos aus: Als Ruoff und Sanders jeweils Dreier versenkten und damit eine 9:2-Führung herauswarfen, war in der Halle sein eigenes Wort nicht mehr zu verstehen. Das wiederholte sich noch mal bei einem Veikalas-Dreier zum 18:14. Nach dem ersten Viertel stand es 20:21.
Spätestens im zweiten Durchgang aber kam Ulm in Fahrt, erhöhte die Passgeschwindigkeit, und die Göttinger kamen immer öfter zu spät -  in dieser Phase waren sie vor allem auch bei den Defensivrebounds unterlegen. Über 22:31 und 26:41 vergrößerte sich der Rückstand bis zur Halbzeit auf 29:45.
Waren zu Beginn noch Jesse Sanders und Alex Ruoff Aktivposten im BG-Spiel, kam jetzt kollektiv nur noch wenig. Auf der anderen Seite machten Butler, mit 22 Punkten Topscorer der Partie, Rubit (15) und Babb (11), was sie wollten. Ex-Veilchen und BBL-Topscorer Raymor Morgan wurde bei 10 Punkten gehalten. Morgan machte diesmal nicht den Unterschied aus.
So plätscherte die Partie ihrem Ende entgegen, und am Ende musste die BG einsehen: "Die Qualität von Ulm war auf beiden Seiten einfach größer", wie es Trainer Johan Roijakkers formulierte. "Wir wären gerne länger im Spiel geblieben", fügte er hinzu.
BG-Center Scott Eatherton, mit 13 Zählern bester Schütze der Veilchen, hatte einen ähnlichen Eindruck gewonnen: "Wir sind gut reingekommen und deshalb umso mehr enttäuscht. Aber immerhin haben wir gegen das beste Team der Liga gespielt", sagte der US-Amerikaner. Am Ende war es ein Klassenunterschied, und umso nobler erschien das Lob von Ulm-Trainer Thorsten Leibenath nach dem Spiel: "Göttingen ist wahrscheinlich die laufstärkste Mannschaft der Liga, und ich bin froh, dass mein Team den Gegner nicht unterschätzt hat."
Nach der krachenden Niederlage hat die BG nun bis zur Auswärtspartie in Gießen am kommenden Wochenende Zeit, ihre Wunden zu lecken. Oder wie es Guard Malte Schwarz ausdrückte: "Wir dürfen nicht den Kopf hängen lassen und müssen gucken, was in Gießen geht." Johan Roijakkers bleibt in jedem Fall Realist - auf die Frage, wie sein Team gegen Ulm hätte spielen müssen, damit er sich ein Stück des alten Parketts sichert, das nach Spielende Platte für Platte verkauft wurde, antwortete er: "Ich habe schon Parkett im Wohnzimmer."