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18:37 31.08.2019
BG-Neuzugang Bennet Hundt (weiß), hier bei seinem erfolgreichen Floater, zeigte auf der Guard-Position eine starke Leistung. Quelle: Helge Schneemann
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Göttingen

Bei hochsommerlichen Temperaturen vor 712 Zuschauern in der Sparkassen-Arena begann das neu formierte Roijakkers-Team äußerst engagiert und legte gleich einen 8:0-Start hin: Neuzugang Elias Lasisi setzte direkt den ersten Dreier. Bennet Hundt legte mit einem Floater zum 5:0 nach, ehe erneut Lasisi schnell auf 8:0 für die Veilchen stellte.

Den ersten Schock musste die BG-Verantwortlichen nach einem Zusammenprall von Dominic Lockhardt mit einem Gästespieler verkraften: Lockhardt wurde zunächst mit einem Cut an der Augenbraue in der Kabine genäht, nahm dann mit einem Eisbeutel auf der Reservebank Platz und kam auch nicht mehr zum Einsatz. Ob Guard beim nächsten Testspiel dabei sein kann, blieb offen.

Gute Dreierquote

Besonders von der Dreierlinie klappt es bei den Gastgebern schon recht gut – so konnte Terry Allen zunächst zum 11:2 und später zum 14:4 zwei Dreier erzielen und brachte die BG deutlich in Front. Eine gute Leistung auf der Point-Guard-Position zeigte Neuzugang Hundt, der clevere Pässe spielte und somit seine Teamkollegen immer wieder geschickt einsetzte.

Die belgischen Gäste zeigten sich im ersten Abschnitt harmlos, einzig Jared Frame überzeugte mit einer guten Vorstellung und verkürzte für Limburg nach gut fünf Minuten auf 8:16. Mihajlo Andric mit einem Dreier und Zane Watermann schraubten das Ergebnis schnell auf 21:8 – eine deutliche Angelegenheit. Mit einem Dunk nach einem BG-Fastbreak stellte Dennis Kramer zur ersten Viertelpause auf 25:12.

Zu Beginn des zweiten Viertel geizten beide Teams zunächst mit Punkten: Die ersten BG-Punkte besorgte der agile Lasisi mit seinem dritten Dreier zum 28:17, nachdem die Gäste zunächst besser gestartet waren. Auch Publikumsliebling Mathis Mönnighoff konnte im zweiten Abschnitt seine ersten Punkte erzielen und stellte auf 31:17. Ansonsten war das Viertel durch einige Schrittfehler, Offensivfouls und Turnovers geprägt. Die BG konnte den Abstand in etwa gleich halten, sehenswert war der Steckpass von Kyan Anderson auf Kramer, der auf 38:18 stellte – Auszeit Limburg.

Lasisi Topscorer

Einen starken Eindruck machte weiterhin Lasisi, der Mitte des zweiten Abschnitts schon bei elf Punkten stand und nach 40 Minuten Topscorer (20 Punkte) der Lila-Weißen wurde. Mit einem verdienten 47:30 ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel bekamen die Limburger Gäste die starke Dreierquote der Veilchen weiterhin nicht in den Griff. So traf erneut Andric zwei Distanzwürfe in Folge. Nach gut 24 Minuten stand es verdientermaßen 57:32. Der Serbe erzielte insgesamt 17 Punkte, davon allein fünf Dreier. Trotz eines kurzem Zwischenspurt der Belgier, ging auch der dritte Abschnitt an die BG und so stand es nach 30 Minuten 70:51 für die Göttinger.

Im Schlussviertel wechselten beide Trainer noch einmal durch, am Vorsprung der Roijakkers-Elf änderte sich kaum noch etwas. Auffällig bei den Limburger Gästen war Frame, der starke 25 Punkte erzielte. Auf Göttinger Seite zeigten die Neuzugänge Hundt, Allen und Lasisi eine starke Vorstellung. Nach einer wahrlich schweißtreibenden Veranstaltung gewannen die Veilchen ihr erstes öffentliches Testspiel in Göttingen deutlich mit 95:79 und treffen schon am Sonntag, 1. September, 18 Uhr auf Leuven Bears, die ebenfalls in der belgischen ersten Liga spielen.

BG-Punkte: Lasisi 22, Andric 17, Allen 12, Hundt 11, Kramer 10, Waterman 7, Anderson 7, Mönninghoff 5, Carter 2, Omuvwie 2.

Die meisten Assists: Hundt und Anderson (jeweils 9)

Die meisten Rebounds: Allen (7)

Stimme Johan Roijakkers: „Wenn man das Ergebnis sieht, glaubt man, dass wir gut gespielt haben, aber das war nur in der jeweils ersten Phase der ersten und zweiten Halbzeit der Fall. In Antwerpen haben wir besser gespielt. Aber so ist das, wenn man einen Spieler neu integrieren muss. Kyan war lange Zeit verletzt. Richtig gut hat mir Bennet Hundt gefallen.Dann macht man eher einen Schritt zurück, als einen Schritt nach vorn. Limburg ist eine gute Mannschaft, aber es war ihr drittes Spiel in sechs Tagen. Man hat gesehen, dass sie müde waren.“

Von Jan-Philipp Brömsen

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