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BG Göttingen BG Göttingen verliert gegen die Gießen 46ers
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19:59 26.12.2017
Überforderte Veilchen: Das Team um Brion Rush (Mitte) verliert 78:94 gegen die Giessen46er. Quelle: Foto: Pförtner
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Göttingen

Die Verletzungen dreier Spieler konnte das Team dabei wett machen. Überragend dabei: Center John Bryant und Guard Jahenns Manigat. Auf beide muss die BG-Verteidigung ein besonderes Augenmerk legen. Handicap für Göttingen: Nationalspieler Dominic Lockhart fehlt verletzt.

Das erste Viertel in der ausverkauften Halle startet nur kurz etwas zerfahren. Dann legen beide Teams mit viel Tempo los. Und einer zeigt die besten zehn Minuten, seit er bei der BG spielt. Dennis Kramer. Ihm gelingt nicht alles, aber sehr viel. Neun Punkte steuert der Center bei, davon einen sehr überraschenden Dreier. Und er verteidigt ganz stark gegen John Bryant, den Bigman der Gießener, der mit 2,11 Metern zwar nur zwei Zentimeter größer, dafür aber 17 Kilogramm schwerer ist als Kramer, der in dieser Saison bei der BG nur sehr sparsam zum Einsatz kam. Mit 24:27 liegt Göttingen nach dem ersten Viertel in Schlagdistanz. Die Dreierquote liegt bei starken 40 Prozent, für Gießen bei überragenden 57 Prozent.

Heimpleite für die BG Göttingen: Veilchen verlieren gegen die die GIESSEN 46ers mit 78:94.

Im zweiten Viertel kann Gießen sich absetzen, weil die BG nicht trifft. Michael Stockten verlegt einige Bälle, Freiwürfe fallen nicht, von Dreipunktewürfen ganz zu schweigen. Plötzlich dreht Bryant auf und trifft aus allen Distanzen – völlig unberührt vom Block, den der 14 Zentimeter kleinere Joanic Grüttner Bacoul gegen ihn setzt. Da geht ein Raunen durch die Halle. Doch die BG fängt sich wieder, kämpft sich zurück und bringt den Gießener Angriff mit einem Wechsel zwischen Zonen- und Mannverteidigung zumindest hier und da ins Stottern. Die Trefferquote beider Teams nähert sich an. Bei den Dreiern lassen sie nach. Stockten und Brion Rush halten die Göttinger im Spiel. Die Mannschaften bestätigen ihren Ruf, oft auf den Korb zu werfen und feuern aus allen Rohren. Deswegen sind trotz durchschnittlicher Quote schon zur Pause fast 100 Punkte auf der Anzeigetafel zu lesen. Mit 45:49 geht es in die Pause.

Im dritten Viertel dann wird es deutlich. Gleich zu Beginn trifft Gießen drei Dreier, bringt die BG ins Wanken. Für die Göttinger geht in dieser Phase nichts, aber die Spieler stehen in der Abwehr auch zu weit von ihren Gegenspielern. Rush, teilweise Stockton und Harper Kamp stemmen sich gegen die drohende Niederlage. Und Bryant trifft und trifft und trifft.

Verteidigung ist was für Angsthasen

Auch in das Schlussviertel geht Gießen deutlich dynamischer als die BG. Sie holen sich immer häufiger die Rebounds. Sie wirken wacher. Die Bälle der BG springen vom Brett – die Trefferquote der Veilchen sinkt. Jetzt bekommt auch Nachwuchsakteur Lennard Larysz seine Spielminuten, und Malik Müller, der während der Saison kam, darf für Rush aufs Feld, sehr spät. BG-Trainer Johan Roijakkers lässt nun die zweite Garde aufs Feld, das Spiel ist spätestens nach 33 Minuten entschieden. Die Visiere werden hoch geklappt, Verteidigung ist was für Angsthasen. Larysz zieht zum Korb, auch Haukohl. Die Gießener lassen sie gewähren. Müller schafft seine ersten Punkte, wenig später zieht Larysz nach.

Gießens Trainer Ingo Freyer lässt nun auch den Nachwuchs aufs Parkett. Mit 78:94 schaukelt ein starkes Gießener Team das Spiel lässig nach Hause. Bester Werfer ist mit 29 Punkten ein überragender Bryant, für die BG trifft Rush mit 21 Punkten am besten.

Von Peter Krüger-Lenz

Das Aufeinandertreffen der BG Göttingen und der Gießen 46ers könnte richtungsweisend sein. Die Veilchen müssen vier Niederlagen in Folge verkraften und sind jetzt 14. der Bundesliga. Gießen befindet sich trotz einer Verletzungsmisere – drei Guards sind nicht dabei – im Aufwind und auf Platz 11.

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