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BG Göttingen Eine starke Halbzeit reicht nicht aus
Sportbuzzer BG Göttingen Eine starke Halbzeit reicht nicht aus
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22:36 19.02.2017
Von Kathrin Lienig
Quelle: spf
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Jena/Göttingen

Die BG war gut in die Partie gekommen. Sie spielte sehr konzentriert in der Defensive, leistete sich im Angriff zwar einige Ballverluste, dennoch übernahm sie mit dem 4:3 von Scott Eatherton die Führung (3.) und gab sie bis zum Ende des ersten Viertels nicht mehr ab. Die Punkte fielen sehr verteilt, Adam Waleskowski war bis zur 10. Minute mit sechs Punkten der erfolgreichste Werfer. Dominik Spohr hatte nach seiner Handverletzung einen starken Einstand, kaum im Spiel traf er zum 7:11. Mit einem 22:17 ging es in die Viertelpause.

BG Göttingen gegen Science City Jena

Die BG machte im zweiten Viertel da weiter, wo sie vor der kurzen Pause aufgehört hatte. Sie blieb in Front, hatte in der 14. Minute den Vorsprung schon auf zwölf Punkte ausgebaut (35:23). Immer wieder fanden auch die Würfe von jenseits der 6,75-Linie das Ziel in den Korb. Ob Benas Veikalas, Malte Schwarz oder Alex Ruoff - ihre Versuche fanden in dieser Phase das Ziel. Die Quote von 86 Prozent spricht zu diesem Zeitpunkt eine deutliche Sprache. Auf Seiten Jenas waren es es Stephan Haukohl (13 Punkte) und Marcos Knight (12), die nur schwer zu stoppen waren. Beim 53:46 wurden die Seiten gewechselt.

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Ein umkämpftes drittes Viertel sahen 2821 Zuschauer in der Sparkassen-Arena, die in dieser Phase zum Hexenkessel wurde. Wie schon beim Sieg in Berlin gegen Alba am vergangenen Dienstag, drehte Jena auf und kämpfte sich heran. Beim 61:61 (27.) hatte der Gastgeber ausgeglichen. Vorausgegangen waren vier Minuten ohne Punkte für die BG mit vergebenen Freiwürfen. Am Ende gingen die Jenaer mit einem 72:67 ins letzte Viertel.

Zu Beginn des Schlussabschnitts kamen die Veilchen noch einmal auf 69:72 heran, ehe die Goodwin-Show begann. Der Center, der vor diesem Viertel gerade einmal vier Punkte auf dem Konto hatte, legte nach. Ob von der Freiwurflinie, aus der Nahdistanz oder von jenseits der Drei-Punkte-Linie - er traf aus allen Lagen. Doch die Veilchen zeigten ihr Kämpferherz, wenngleich nicht alle Aktionen erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Alex Ruoff ackerte unermüdlich, ebenso wie Benas Veikalas und Jesse Sanders, die schnelle Abschlüsse suchten und sich wieder heranspielten. 42 Sekunden vor Schluss hatten sie auf fünf Punkte verkürzt (88:93). Am Ende setzte sich Jena mit 102:90 durch. Schade, dass 90 Auswärtspunkte in diesem Offensivspektakel nicht zum Sieg reichten.

BG-Coach Johan Roijakkers lobte in der anschließenden Pressekonferenz sein Team. Sechs Kranke habe es während der Woche gegeben. "Sie haben alle gut gekämpft, eine starke erste Halbzeit geboten." Jena sei in der zweiten Hälfte das klar bessere Team gewesen. Sein Gegenüber, der aus Göttingen stammende Björn Harmsen, lobte den Charakter der gegnerischen Mannschaft.