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BG Göttingen BG siegt trotz schwachem Beginn mit 95:77
Sportbuzzer BG Göttingen BG siegt trotz schwachem Beginn mit 95:77
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13:25 14.09.2011
Von Mark Bambey
Verletzt: Physiotherapeut Uwe Klaaßen versorgt Damian Saunders. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Gegen den hoch eingestuften Pro-A-Zweitligisten Webmoebel Baskets aus Paderborn setzten sich die Veilchen in der FKG-Halle vor 407 Zuschauern letztlich souverän mit 95:77 (68:55, 39:39, 19:21) durch. Trotz des Erfolgs fand Mienack kritische Worte zur bisweilen noch immer nicht den eigenen Erstliga-Ansprüchen genügenden Verteidigung. Den Sieg überschattete eine Fußverletzung von BG-Forward Damian Saunders, der mit dem linken Fuß umknickte.

„Unser Fokus liegt heute deutlich auf der Verteidigung. Wir möchten verschiedene Defense-Varianten testen“, hatte BG-Headcoach Stefan Mienack unmittelbar vor Spielbeginn preisgegeben. Überwiegend in Mannverteidigung agierend und zeitweise eine Ganzfeld-Presse einstreuend hatten die Veilchen allerdings nicht nur im ersten Viertel einige Probleme. Der BG gelang es nicht, die Aufbauspieler wie gewünscht in Richtung Außenlinie zu drängen, so zogen die athletischen Paderborner Guards Mason und Diggs immer wieder in die Zone und bedienten ihre Mitspieler sehenswert. Der Zweitligist gestaltete die Partie gegen den auch in der Offensive nicht immer hochkonzentriert agierenden Erstligisten ausgeglichen, und es ging beim Stand von 19:21 in die erste Viertelpause.

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In den zweiten zehn Minuten leistete sich die BG besonders beim Rebounding regelmäßig Nachlässigkeiten, verlor den Reboundvergleich in diesem Abschnitt mit 3:14 und geriet so schnell ins Hintertreffen. Die Paderborner führten in der 16. Minute mit 35:27. Während Mienack das Spiel coachte, leistete Assistenz-Trainer Michael Meeks an der Bank Schwerstarbeit, sprach vor und nach den Aus- und Einwechslungen intensiv mit den Akteuren: Mit Erfolg: Die Veilchen fingen sich, und angeführt vom agilen Kwadzo Ahelegbe glichen sie zur Halbzeit zum 39:39 aus.

Positiv zu erwähnen ist das Debüt von Roberto Mafra, der in seiner kurzen Einsatzzeit einige sehenswerte Aktionen in der Offense und Defense hatte und in sechs Minuten Einsatzzeit sieben Punkte markierte. „Ich freue mich, dass es jetzt mit Roberto losgeht. Das Debüt war vielversprechend, ich will ihn langsam aufbauen“, begründete Mienack, warum der brasilianische Center in der zweiten Hälfte nicht mehr auf dem Parkett stand.

In der zweiten Hälfte fand die BG dann endlich zu ihrer Intensität. Stark reboundend und effizient angreifend legte die BG mit dem 29:16 im dritten Viertel den Grundstein zum Sieg. Der hätte durchaus höher ausfallen können, doch gegen Ende der Partie ließ bei der BG beim zwischenzeitlichen 23-Punkte-Vorsprung (38.) die Konzentration wieder ein wenig nach. Spieler des Tages war Philip Noch, der 23 Punkte zum Sieg beisteuerte. Stark agierten auch der enorm mannschaftsdienlich spielende Paris Horne und Raymond Sykes. „Wir haben leider erst spät unsere Intensität gefunden und auch die Abstimmung in der Verteidigung passt noch nicht immer. Hervorheben möchte ich unsere 25 Assists und Philip Noch, der endlich so selbstbewusst agiert, wie ich mir das von ihm wünsche“, so Mienack. – BG: Grimaldi (2 Punkte), Donkor, Slater (14), Ahelegbe (11), Herwig (4), Horne (10/8 Rebounds/8 Assists), Noch (23), Weber (4), Saunders, Sykes (14), Adamczak (6), Mafra (7). – Beste Paderborn: Freer (13), Mason (12).