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BG Göttingen Couragierte BG in Bamberg chancenlos
Sportbuzzer BG Göttingen Couragierte BG in Bamberg chancenlos
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22:18 17.01.2016
Von Mark Bambey
Über die Flugkünste von Daniel Theis können Dominik Spohr, Andy Onwuegbuzie, David Godbold und Harper Kamp (v.l.) nur staunen. Quelle: Löb
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Bamberg

Trotz Personalnot verpasste BG-Headcoach Johan Roijakkers Everett einen unmissverständlichen Denkzettel.

Der US-Amerikaner war zwar im Aufgebot und machte sich auch mit der Mannschaft warm, Einsatzzeit erhielt der Combo-Guard jedoch nicht. Es sei eine Erziehungsmaßnahme, erklärte Roijakkers und konkretisierte: „Wir haben im Ablauf einige Sachen verändert. Das müssen wir tun, um gemeinsam die Chancen auf den Ligaverbleib zu haben.

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Terrell ist leider nicht bereit, sich zu ändern. Er ist ein Energie-Vampir, der mir und dem gesamten BG-Projekt Energie stiehlt. Ändert er sich nicht, wird er nicht mehr auf dem Parkett stehen.“

Roijakkers greift im Abstiegskampf also hart durch. Und das, obwohl er auch auf den aus personellen Gründen abgewanderten Shane Edwards und Malte Schwarz verzichten musste, der weiterhin an einer Muskelverletzung laboriert.
Der Rückrundenauftakt hatte es bei gleich mehreren Partien in sich.

Dru Joyce trug sich bereits am Freitagabend in die Geschichtsbücher ein – siehe unten stehende Geschichte. Nie Dagewesenes gab es auch in Braunschweig, denn den Löwen genügten mickrige 46 Zähler zum Sieg gegen Alba Berlin. Und dann hatte auch das Duell der Veilchen in der Frankenhölle neben dem Everett-Eklat Bemerkenswertes zu bieten.

Die BG Göttingen hat zum Rückrundenauftakt in der Basketball-Bundesliga die erwartete Niederlage kassiert. Beim turmhoch überlegenen Deutschen Meister Brose Baskets Bamberg unterlagen die personell geschwächten Veilchen, bei denen Terrell Everett suspendiert wurde, mit 92:113 (37:66). © Löb

Wer nach dem 77:72-Euroleague-Coup der Franken beim griechischen Basketball-Giganten Olympiakos Piräus auf zufrieden-überhebliche Bamberger gehofft hatte, dessen Erwartungen wurden schnell widerlegt. Bambergs Star-Coach Andrea Trinchieri hatte nach einem Stotterstart das richtige Händchen, welche Akteure er gegen Göttingen bringen musste.

Bemerkenswert war das zweite Viertel, in dem die Veilchen in der Frankenhölle förmlich in einem Dreier-Hagel verbrannten. 24 ihrer 41 Zähler markierte der Deutsche Meister von jenseits der Drei-Punkt-Linie. Die 46 Zähler, die Braunschweig gegen Berlin in 40 Minuten markiert hatte, leuchteten für die Bamberger in der Brose-Arena bereits nach 14:40 Minuten auf dem überdimensionalen Anzeigenwürfel auf.

Zur Pause lag die hoffnungslos unterlegene BG 37:66 zurück – ein Debakel kündigte sich an, doch die gehandikapten Veilchen gaben nicht auf. „Es gab Spiele, die haben wir mit 40 Punkten Unterschied verloren. Heute ist das nicht passiert, wir haben füreinander gekämpft“, sagte BG-Kämpferherz Dominik Spohr.

Und Roijakkers analysierte: „Wir haben die zweite Hälfte sogar gewonnen. Ich habe eine Entwicklung festgestellt. Aber natürlich war Bamberg das deutlich stärkere Team.“

Wie Roijakkers mitteilte, sei Ersatz für Edwards gefunden. „Wir haben einen Spieler unter Vertrag genommen. Er stößt amDienstag zum Team. Der Name wird aber erst demnächst durch unsere Presseabteilung bekannt gegeben.“