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BG Göttingen „Ich würde sehr gerne weiter in Göttingen arbeiten“
Sportbuzzer BG Göttingen „Ich würde sehr gerne weiter in Göttingen arbeiten“
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11:55 23.03.2012
Von Mark Bambey
Schon immer extrem beliebt, nun auch als Coach erfolgreich: Michael Meeks.
Schon immer extrem beliebt, nun auch als Coach erfolgreich: Michael Meeks. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Obwohl Basketball-Bundesligist BG Göttingen am Wochenende spielfrei hat, werden die Spieler und das Trainerteam die Beine nicht hochlegen. Wenn im Telekom-Dome in Bonn Gastgeber Telekom Baskets, die New Yorker Phantoms Braunschweig, Ratiopharm Ulm sowie Cupverteidiger Brose Baskets Bamberg in der Endrunde um den BBL-Pokal kämpfen, dann bittet Cheftrainer Michael Meeks gewohnt zu Trainingseinheiten.

 „Wir haben nächste Woche eine schwierige Auswärtspartie in Tübingen. Wir wollen hundertprozentig vorbereitet sein“, unterstreicht der 40-jährige Deutsch-Kanadier.

Zukunftsgedanken

Obwohl sein Fokus auf den Vorbereitungen des Duells mit den Walter Tigers liegt, macht sich Meeks bereits Gedanken um die Zukunft des Göttinger Basketball-Projekts. „Ich würde sehr gerne weiter in Göttingen arbeiten, egal ob in der ersten oder zweiten Bundesliga.  Wir müssen hier ein zukunftsfähiges Programm auf die Beine stellen, das sowohl den Nachwuchs als auch die Profimannschaft umfasst“, sagt Meeks und betont: „Ich liebe diese Stadt und bin ihr mit meinem Herzen 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche verbunden.“ Der ehemalige Profispieler, der mit der BG Göttingen 2010 den Europapokal gewonnen hat, würde ein schlechtes Gefühl haben, wenn er Göttingen jetzt verließe: „Ich möchte gern gehen, wenn der Göttinger Basketball gesund und erfolgreich ist.“ Stellungnahmen seitens des BG-Managements gibt es nicht: „Über personelle Dinge im sportlichen Bereich wird sich erst nach Saisonende geäußert.“

Die deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft in den vergangenen Partien und die daraus resultierenden zwei Siege in Serie gegen die Fraport Skyliners Frankfurt und die LTi Giessen 46ers dürften Meeks Bewerbung enorm aufwerten. „Ich weiß, dass das Management derzeit wirklich extrem hart daran arbeitet, die Rahmenbedingungen für erfolgreichen Basketball in Göttingen zu schaffen. Wir haben noch nicht über eine potenzielle Vertragsverlängerung gesprochen. Wenn die Zeit dafür reif ist, stehe ich für Gespräche zur Verfügung“, sagt Meeks.

Eine besondere Bedeutung müsse dem Aufbau eines leistungsstarken Nachwuchszentrums zukommen. „Durch die Ausländerregelung ab der kommenden Spielzeit in der Basketball-Bundesliga, in der sechs deutsche Spieler gefordert sind, geht es ohne diesen Fokus nicht mehr. Ich finde dies auch sehr wichtig, denn nach Dirk Nowitzki gab es kein wirkliches deutsches Talent mehr. Unter den Top 20 der BBL sucht man Deutsche vergeblich“, sagt der Olympia-Teilnehmer der Spiele 2000 in Sydney.

Basketballverrückte Kinder und Jugendliche

Der Cheftrainer meint, dass die Schere zwischen den finanzstarken Top-Teams und den anderen BBL-Klubs weiter auseinander gehen wird. „Göttingen bietet ein gutes Umfeld, es gibt hier viele talentierte, positiv basketballverrückte Kinder und Jugendliche. Dieses Potenzial können und müssen wir nutzen“, so Meeks. Die weniger finanzstarken Klubs müssten sich zukünftig noch stärker dafür engagieren, eine gute Nachwuchsarbeit zu leisten, um so konkurrenzfähig zu bleiben. „Die deutschen Top-Spieler werden bei den großen Klubs spielen. Ich bin mir aber sicher, dass Talente nach Göttingen kommen, wenn sie wissen, dass sie hier sehr gute Trainer und gute Rahmenbedingungen vorfinden. Wir müssen es schaffen, mehr Jugendliche in die BBL zu bringen“, betont Meeks.

Im Falle des nicht unwahrscheinlichen Zweitliga-Abstiegs sieht Meeks nicht das Muss eines sofortigen Wiederaufstiegs. „Das wäre zwar sehr schön, doch wichtiger ist es, Rahmenbedingungen und Infrastruktur zu schaffen, damit Göttingen bessere Chancen hat, sich als BBL-Standort zu etablieren“, unterstreicht Meeks.

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