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BG Göttingen BG Göttingen verlangt FC Bayern alles ab und verliert knapp
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20:13 08.09.2013
Von Mark Bambey
Liefern sich packende Zweikämpfe unter den Körben: BG-Center Harper Kamp und Bayern-Kolloss John Bryant (r.). Quelle: Theodoro da Silva
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Hagen

Das Team von Headcoach Johan Roijakkers verlor nur knapp mit 86:95 (68:65, 39:39, 13:27). Das Finale in der mit 2356 Zuschauern nicht ausverkauften Enervie-Arena gewann Gastgeber Hagen mit 101:71 (49:40) gegen Bonn. Die Telekom Baskets hatten sich im Halbfinale mit 81:76 (38:37) gegen die Bayern durchgesetzt.

Gegen den hohen Favoriten im Kampf um die Deutsche Meisterschaft präsentiert sich die BG extrem motiviert und konzentriert. Auch wenn die Veilchen ein Viertel benötigen, um ins Spiel zu kommen, so verlangen sie dem mit Stars gespickten Team von Ex-Nationaltrainer Svetislav Pesic alles ab. Besonders Alex Ruoff zeigt in seinem zweiten Match im Veilchen-Dress, dass er dem Team unglaublich viel Qualität geben kann.

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In der Verteidigung ackert er oft unermüdlich gegen den physisch überlegenen Bayern-Power-Forward Chevon Troutman, und dennoch behält Ruoff in der Offensive die Übersicht. Er passt schnell und macht somit seine Mitspieler stärker. Gegen den FC Bayern beweist er aber auch, dass mit ihm als Punktesammler zu rechnen ist. 25 Zähler verbucht der Shooting Guard auf seinem Konto und ist damit gemeinsam mit Bayerns überraschend stark aufspielenden Talent Paul Zipser der Topscorer dieser Partie.

Kräftige Kante unter dem Korb

Dass er eine kräftige Kante unter dem Korb ist und weitaus größere Gegner beeindruckt, beweist BG-Center Harper Kamp eindrucksvoll. Er liefert sich heftige Inside-Fights mit Bayerns 127-Kilogramm-Kolloss John Bryant. Mit 14 Punkten und sechs Rebounds ist Kamp ein entscheidender Faktor, dass die BG dem FC Bayern auf Augenhöhe begegnet. Dennoch ist Kamp nicht zufrieden: „Es war ein hartes Match, und wir müssen in der Defense noch einiges verbessern. Ich habe in der Offense einige Würfe liegen gelassen. Ich muss mich erst wieder an dieses physische Spiel gewöhnen.“ Duelle mit Bryant kennt Kamp übrigens: „Ich weiß nicht, ob er sich an mich erinnert, aber wir haben auf dem College Freundschaftsspiele gegeneinander bestritten.

Die größeren Sympathien in der Halle genießen die Veilchen. 99 Prozent der Zuschauer stehen im Test gegen die in der Basketball-Szene noch immer als neureiche Emporkömmlinge verschrienen Bayern hinter dem Underdog. Als die Veilchen nach zwischenzeitlichem 17-Punkte-Rückstand durch den offensiv glänzend aufgelegten Jeremy Dunbar mit 37:36 (19.) in Führung gehen, tost ein Jubelorkan durch die Halle.

Regie führender Marco Grimaldi

Angeführt vom sicher und selbstbewusst Regie führenden Marco Grimaldi, stellt der Zweitligist den FC Bayern vor erhebliche Probleme. Als Ruoff nach Assist von Kamp auf 63:57 erhöht (27.), ist der Favoritensturz und der erste Sieg der Veilchen im dritten Spiel gegen die Bayern in Reichweite. Doch auch Bayern kämpft und geht durch Top-Athlet Thompson wieder in Führung (69:68/32.). Weil Grimaldi, Ruoff und Kamp nach und nach mit dem 5. Foul das Parkett verlassen müssen, fehlt den couragiert kämpfenden Veilchen die Qualität, das Spiel erneut zu drehen.

BG-Punkte: Liyanage (6), Grimaldi (2), Ruoff (25/5 Assists), Mallett (6), Godbold (9), Kamp (14), Davis (1), Dunbar (23). – FC Bayern: Troutman (9), Hamann (1), Thompson (11), Zipser (25), Delanay (22), Greene (11), Idbihi (8), Bryant (8).