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BG Göttingen Lukas Liebert und Benjamin Becker: Einpeitscher im BG Göttingen Block
Sportbuzzer BG Göttingen Lukas Liebert und Benjamin Becker: Einpeitscher im BG Göttingen Block
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13:56 29.04.2014
Dirigent des Veilchen-Orchesters: „Chefkoch“ Lukas Liebert animiert die Zuschauer in der S-Arena. Quelle: Röper
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Göttingen

Doch als Fan-Einheizer der BG haben die beiden Göttinger in dieser Saison nahezu perfekt harmoniert, das Publikum mitgerissen und sind mittlerweile gute Freunde geworden. Es ist Liebe auf den zweiten Blick.

Es braucht nicht viel, manchmal genügt ein verwandelter Dreier oder ein spektakuläres Dunking der BG: „Dann passiert es einfach“, erklärt Becker. Dann springt der Funke von der Mannschaft auf die beiden Capi über, sie rennen aufeinander zu und springen sich an. Das Publikum johlt. Fix nehmen die Animateure wieder ihre gewohnten Plätze in der S-Arena ein, um die Atmosphäre weiter anzuheizen.

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Lieberts Rolle lässt sich wohl am ehesten mit der eines Dirigenten vergleichen. Meist auf eine Ballustrade gelehnt, stimmt „Chefkoch“ – diesen Spitznamen erhielt der gelernte Koch bei einem Fanclub-Turnier – die Fangesänge an und gibt mit den Armen den Rhythmus vor.

"Die Wogen haben sich geglättet"

Nach dem Spiel wird aus dem angehenden Großhandelskaufmann der „Humba-Mann“, der den beliebten Feiergesang moderiert. „Das ganze Spiel über kribbelt es schon, weil ich mich so auf die Humba freue. Da kann ich alles rauslassen“, so Liebert. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, am Mikrofon Kritik an der Mannschaft zu äußern wie zu Saisonbeginn.

„Es gab damals ein wenig Stress, aber die Wogen haben sich geglättet. Und daraufhin ist das Verhältnis zwischen Team und vor allem Trainer und Fans viel, viel besser geworden.“
Es gehöre einiges dazu, als Einpeitscher so exponiert zu wirken, versichert Becker. Liebert nennt es die „Scheißegal-Einstellung“.

Als Sportbegeisterter, der auch Ultra-Fan beim FC Bayern München ist, ist Becker, der als Paketzusteller arbeitet, dabei aber voll in seinem Element. Was er genau macht, kann er selbst schlecht beschreiben. „Ich ergänze Lukas᾽Performance einfach, indem ich Emotionen reinbringe.“ Das geschieht mal durch Tanzeinlagen, mal durch Schattenboxen zur Rocky-Musik.

„Ich versuche, den Fans zu vermitteln, dass es immer weiter geht und wir immer an die Mannschaft glauben müssen – so wie Olli Kahn.“
Ideen für ihre Shows in der 1. Liga haben die beiden noch nicht. „Für Anregungen sind wir dankbar“, so Liebert. Becker nickt dazu in trauter Einigkeit.

Von Rupert Fabig