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BG Göttingen MEG gewinnt Dreierfestival mit müden Beinen
Sportbuzzer BG Göttingen MEG gewinnt Dreierfestival mit müden Beinen
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22:56 20.09.2009
Näher am Korb als die eifrigen und erfolgreichen Distanzwerfer der MEG: Ben Jacobson (r.) setzt sich im Testspiel gegen einen MBCer durch.
Näher am Korb als die eifrigen und erfolgreichen Distanzwerfer der MEG: Ben Jacobson (r.) setzt sich im Testspiel gegen einen MBCer durch. Quelle: Theodoro da Silva
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Noch vor dem Tip-Off stellte manch Zuschauer in der Halle fest, da fehlt doch einer: Brandon Thomas, der 1,98-Meter-große Amerikaner. „Seine und unsere Spielauffassung haben nicht zusammen gepasst“, sagte MEG-Pressesprecher Björn-Lars Blank vor der Partie, daher habe man sich schon jetzt zu diesem Schritt entschlossen. Thomas hatte in den ersten Testspielen durchaus überzeugt und gehörte zu den besten Werfern. „Aber die Defense-Leistung hat nicht gestimmt“, sagte Blank. Der Verein gibt dazu heute eine offizielle Presseerklärung.
Auch ohne Thomas war es ein unterhaltsames Spiel – vor allem in der ersten Halbzeit. Acht Sekunden waren gespielt, da traf Chris Oliver von der Drei-Meter-Linie zum 3:0. 16 Sekunden später antwortete der MBC mit einem Dreier zum 3:3. Es war der Beginn eines wahren Dreier-Festivals mit 25 Drei-Punkte-Würfen. Nach Punkten von Oliver zum 7:5 ließ das Team von Head-Coach John Patrick dem Aufsteiger aus Weißenfels zu viel Raum. Schon in den vergangenen Partien hatte Patrick die Defensivleistung seiner Mannschaft kritisiert. Jetzt ermöglichte sie den Gästen einen Dreier nach dem anderen. Durch schnelle Pässe fand der MBC den freien Mann und verwandelte sicher. Sieben von zehn Dreiern trafen die „Wölfe“ und gingen damit immer wieder in Führung.
Aber MEG hatte einen Robert Kulawick. Kurz vor Ende des ersten Viertels traf er gleich zwei Dreier und legte zu Beginn des zweiten Viertels noch einen zum 30:31 nach. Da Publikum feierte ihn. Danach drehten die „Veilchen“ auf. Auch Taylor Rochestie setzte den verwandelten Dreierwürfen der Gäste bis zur Pause zwei verwandelte Dreier in Folge entgegen.
Die zweite Hälfte war zerfahren, geprägt von Fouls und Ungenauigkeiten. Zwar führte Göttingen zeitweise mit 15 Punkten (70:55), aber dann machten sich die Anstrengungen der vergangenen Tage mit fünf Testspielen in neun Tagen und zwei bis drei Trainingseinheiten täglich bemerkbar. Von 77:61 kämpften sich die Gäste auf 82:82 heran. MEG traf nichts mehr, jeder Angriff wurde zu einem Kraftakt. Am Ende waren es Chris Oliver, mit 24 Punkten bester Werfer, und Jason Boone, die punkteten und mit ihrer Erfahrung den Sieg sicherten. „Natürlich war das eine intensive Woche“, sagte Kulawick, „aber wenn wir auch noch Euro-Challenge spielen, müssen wir uns an diesen Rhythmus gewöhnen.“
MEG: Oliver (24), Boone (15), Rochestie (12), Kulawick (11), McNaughton (10), Little (8), Jacobson (4), Fraizer, Finger (je 3), Gieler (2).

Von Manuel Becker