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BG Göttingen Österreichischer Meister soll Veilchen verstärken
Sportbuzzer BG Göttingen Österreichischer Meister soll Veilchen verstärken
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19:04 06.07.2009
Vielseitig einsetzbar: Neu-Veilchen Brandon Thomas (rechts) – hier im Finale um die österreichische Meisterschaft gegen Allianz Swans Gmunden.
Vielseitig einsetzbar: Neu-Veilchen Brandon Thomas (rechts) – hier im Finale um die österreichische Meisterschaft gegen Allianz Swans Gmunden. Quelle: Weihbold
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Mit Brandon Thomas scheint John Patrick, Sportlicher Leiter und Headcoach des Erstligisten MEG Göttingen, ein absoluter Glücksgriff gelungen zu sein. Beim Lesen der Statistiken fällt sofort die enorme Vielseitigkeit des US-Amerikaners auf. Genau das mag Patrick ja so an Spielern, denn um seinem Tempo-Basketball-Stil perfekt umsetzen zu können, müssen Akteure ja mindestens zwei, im Normalfall eher drei Positionen spielen können. „Brandon passt perfekt in die Überlegungen von John“, sagt Björn-Lars Blank, Pressesprecher des Erstliga-Lizenz-Inhabers Starting five (S5).

„Das ist sehr schade für Wels, denn Brandon hat eine überragende Saison gespielt, in der er des Öfteren mehr als 30 Punkte pro Spiel gemacht hat. Er ist sehr schnell, hat einen dynamischen Zug zum Korb, ist aber auch ein sicherer Werfer. Trotz seiner erst 24 Jahre ist er in Wels ein Führungsspieler gewesen. Er hat aber auch gezeigt, dass er eine Rolle im System einnimmt. Er ist ein sehr bescheidener und teamfähiger Akteur“, charakterisiert Martin Derler, Basketball-Experte der Oberösterreichischen Nachrichten, den dritten MEG-Neuzugang.

In Wels gewann Brandon Thomas gemeinsam mit Tilo Klette den ersten Titel für den WBC. Der Ex-Göttinger spielte trotz Verletzungspech – Operation am Sprunggelenk – eine tolle Saison und kam auf durchschnittlich 15 Punkte pro Partie.

„Brandon ist ein Spieler, der auf der Guard- und Forward-Position zum Einsatz kommen kann. Er ist spielerisch sehr talentiert, sein größtes Talent ist jedoch seine sehr gute Einstellung. Er passt perfekt in unser Spielsystem. Seine Qualitäten als Distanzschütze verleihen unserem Spiel zudem eine neue Dimension“, sagt Patrick.

Der 24-jährige Thomas blickt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Mit WBC Kraftwerk Wels errang der 1,98 Meter große Flügelspieler die Meisterschaft in der ersten österreichischen Liga (ÖBL). In 40 Partien für die Welser markierte er im Schnitt starke 20 Punkte pro Spiel und war somit Topscorer des Meisters. Neben seinen Qualitäten als Punktesammler stellte Thomas mit durchschnittlich drei Rebounds und Assists seine Teamfähigkeit unter Beweis. Stark präsentierte sich der in Bitburg geborene, aber in San Antonio im US-Bundesstaat Texas aufgewachsene 24-Jährige auch von jenseits der Drei-Punkte-Linie: 92 verwandelte Würfe (Trefferquote 38 Prozent) stehen dort zu Buche. Die Treffsicherheit aus der Distanz brachte ihm auch den Sieg im Dreipunktewettbewerb des österreichischen All-Star-Spiels ein. Zudem heimste er die MVP (Most Valueable Player)-Auszeichnung (wertvollster Spieler) des Allstar Games ein.

Auch MVP in Dänemark

MVP-Ehren erlangte Thomas bereits ein Jahr zuvor. Hier konnte er sich über den Award des wertvollsten Spielers der ersten dänischen Liga freuen. Für seinen damaligen Club Naestved erzielte der Neu-Göttinger durchschnittlich 25 Punkte und traf 40 Prozent seiner Dreipunktewürfe. Die Spielzeit in Dänemark war zugleich die erste Profi-Station für den US-Amerikaner. Am College spielte er zwei Jahre im renommierten Basketball-Programm der University of Massachusetts (UMass). Zuvor war der bekennende „Miles Davis“-Fan für zwei Spielzeiten bei der Universität in Long Island im Einsatz. Sein Wirtschaftsstudium hat der 24-Jährige erfolgreich abgeschlossen.

Von Mark Bambey

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