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BG Göttingen Offensivschwache Veilchen unterliegen Vizemeister
Sportbuzzer BG Göttingen Offensivschwache Veilchen unterliegen Vizemeister
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11:30 04.11.2010
Verteidigung dominierte: Kyle Bailey (l.) – hier gegen Pascal Roller – spielt solide, kann die Niederlage aber nicht verhindern.
Verteidigung dominierte: Kyle Bailey (l.) – hier gegen Pascal Roller – spielt solide, kann die Niederlage aber nicht verhindern. Quelle: Theodoro da Silva
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Mit ihren Offensivaktionen hatte die BG von Beginn an Probleme. Ungestüm und teilweise überhastet agierten die Gastgeber vor 2960 Zuschauern in der Lokhalle. Allein in den ersten zehn Minuten erlaubten sie sich sechs Ballverluste. Weil ihnen gegen die stark in Mann-gegen-Mann-Verteidigung agierenden Frankfurter fast vier Minuten lang kein Korb gelang, lagen die BGer nach 4:4 (3.) mit 4:14 zurück (7.). Dwayne Anderson erlöste sein Team zwar mit einem Dreier, doch eine erfolgreiche Aufholjagd gelang den Veilchen nicht. War es zu Beginn des Viertels AJ Moye, der auch unter Bedrängnis traf, so waren es zum Ende Ex-NBA-Akteur Powell und de Mello, die den Vorsprung der Hessen bei neun Punkten hielten.

Nach Problemen zu Beginn des zweiten Viertels arbeitete sich die ab der 13. Minute stark verteidigende und Ballverluste provozierende BG langsam heran. Dank eines 11:2-Laufs mit Punkten von Dale (5), Bailey (4) und Scott sah es beim Stande von 25:29 (18.) danach aus, als ob die BG nun die Führung an sich reißen könnte. Doch mit einer Auszeit zog Skyliners-Coach Gordon Herbert sozusagen die Notbremse und stoppte so den Fahrt aufnehmenden Veilchen-Express. Nach Punkten von Muurinen und Wood ging der Vizemeister mit 33:25 in die Pause.
Nach Wiederbeginn zeigten BG-Kapitän Little und Scott Nerven, leisteten sich haarsträubende Ballverluste. Frankfurt ging durch leichte Punkte und Fastbreaks 42:27 in Front (23.). In einer Auszeit versuchte Patrick sein Team wach zu rütteln. Mit Erfolg: Boone, Meacham und Bailey sorgten für einen 8:0-Lauf (35:42/24.) und das Spiel verlief dann weiter ausgeglichen.

So ging die BG mit einem Neun-Punkte-Rückstand ins Schlussviertel. Doch auch hier setzte sich die Offensiv-Misere der Veilchen fort, die es so verpassten, sich für ihre gute Defensivarbeit zu belohnen. In der Offensive zeigten alle Veilchen Nerven, gegen die gut verteidigenden Frankfurter machten die BGer zu viele Fehler. „Ich bin enttäuscht. Wenn wir so 20 Mal gegen Frankfurt spielen, dann verlieren wir 20 Mal. Wir waren nur phasenweise konzentriert und konnten Wood nicht stoppen“, resümierte BG-Headcoach John Patrick.

Drei Tage Pause haben die Veilchen nun, ehe das nächste schwere Match in der Basketball-Bundesliga auf dem Programm steht. Und dies ist fast schon eine unlösbare Aufgabe. Am Sonntag um 17 Uhr treten die BG-Akteure beim ungeschlagenen Spitzenreiter und amtierenden Deutschen Meister und BBL-Pokalsieger Brose Baskets Bamberg an. In der fränkischen 6700 Zuschauern bietenden Jako-Arena haben die Veilchen nie gewinnen können. Vielleicht ist es aber ein gutes Omen, dass der Sport-Palast von Freak-City seit Beginn der Saison in Stechert-Arena umbenannt worden ist.

BG-Punkte: Scott (9), Kulawick (6), Meacham (8), Bailey (10), Waleskowski (4), Little (2), Dale (5), Boone (6), Anderson (8). – Beste Frankfurter: Wood (18), Powell (18).

Von Mark Bambey

Trotz engagierter Verteidigung unterlagen die Veilchen dem deutschen Vizemeister Deutsche Bank Skyliners Frankfurt am Mittwoch, 3. November, verdient mit 58:70 (44:51, 27:33, 11:20).