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BG Göttingen Rochestie hat keine Angst vor der Führungsrolle
Sportbuzzer BG Göttingen Rochestie hat keine Angst vor der Führungsrolle
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15:50 24.09.2009
Selbstbewusst, offen, sympathisch: MEG-Spielmacher Taylor Rochestie.
Selbstbewusst, offen, sympathisch: MEG-Spielmacher Taylor Rochestie. Quelle: CR
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Auf dem Parkett die Führung zu übernehmen, gehöre zu seinen Stärken, erklärt der 1,85 Meter lange und 84 Kilogramm schwere Aufbau- und Flügelspieler selbstbewusst. Im bärenstarken NCAA-I-Team der Cougars an der Washington State University, wo er Kommunikationswissenschaften studiert hat, war Rochestie der uneingeschränkte Herrscher auf dem Court und in seinem Seniorjahr bester Werfer (13,2 Punkte), Assistgeber (4,5) und Ballklauer (2,4 Steals) sowie starker Rebounder (3,6).

Obwohl er beim Sensations-sieg der Cougars gegen das US-Topteam der University of California in Los Angeles (UCLA) mit 33 Punkten amerikaweit für Furore sorgte, versteht sich Rochestie in erster Linie nicht als Scorer. „Mein erster Instinkt ist, den am besten postierten Mitspieler zu suchen und zu passen, ich habe aber auch keine Scheu selbst abzuschließen“, sagt er. Spielsituationen zu kreieren, seine Nebenleute optimal einzusetzen und hart zu verteidigen, bezeichnet Rochestie als seine eigentlichen Stärken.

Traumziel: Lakers-Spieler

Gerade auf die Defense habe sein Trainer an der WSU, Tony Bennett, großen Wert gelegt. Insgesamt aber pflege Benett mehr den traditionellen Stil mit Halbfeld-Verteidigung und strengen Systemen im Angriff. „Ich freue mich, dass ich mit John Patrick jetzt einen Coach habe, der vor allem auf Tempo-Basketball setzt. Das kommt meinem Spielverständnis sehr entgegen“, unterstreicht er.

Patrick hatte ihn im Juli bei der NBA Summer League in Las Vegas entdeckt, wo der 24-Jährige im Perspektivteam der Los Angeles Lakers spielte. „Da ich in Santa Barbara aufgewachsen bin, bin ich von klein auf Lakers-Fan, und mein größter Traum ist, mit ihnen in der NBA zu spielen“, verrät Rochestie. In dieser Saison aber wolle er alles geben, mit MEG in Bundesliga und Eurochallenge erfolgreich zu sein.

Von Michael Geisendorf