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BG Göttingen Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg will die BG Göttingen langfristig unterstützen
Sportbuzzer BG Göttingen Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg will die BG Göttingen langfristig unterstützen
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18:19 03.08.2014
Von Mark Bambey
„Vorbildlich und absolut unkompliziert“: Joachim Kreuzburg (l.) und Frank Meinertshagen über das Sartorius-Sponsoring der BG.
„Vorbildlich und absolut unkompliziert“: Joachim Kreuzburg (l.) und Frank Meinertshagen über das Sartorius-Sponsoring der BG. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Der Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Labor- und Prozesstechnologie-Konzerns Sartorius ist mit seinem 1870 gegründeten und derzeit weltweit mehr als 5000 Mitarbeiter zählenden Unternehmen der Top- und Trikotsponsor des Basketball-Erstliga-Aufsteigers BG Göttingen. Über die Höhe des Sponsorings vereinbarten beide Seiten weiterhin Stillschweigen.

Wer von Kreuzburg in dessen geräumigen Büro im „Sartorius College“ die oft klassischen Fragen eines Sportsponsors an den Geschäftspartner erwartet, sieht sich schnell eines Besseren belehrt und registriert sofort die Authentizität der Ausführungen Kreuzburgs.

Es wird nicht über die medienwirksamsten Sponsoring-Flächen gefeilscht, sondern Kreuzburg betont, dass er sich weitere finanzkräftige Investoren wünsche und Sartorius nicht als Top-Sponsor im Rampenlicht stehen müsse.

Anstatt den positive Schlagzeilen generierenden Angriff auf die Playoffs oder gar die Rückkehr auf die europäische Bühne zu fordern, will er Zuschauer, Fans und Förderer sensibilisieren, dass die Erstliga-Zugehörigkeit der BG nicht als Grundlage des Sponsorings eingefordert werden dürfe.

Partnerschaft auch bei Abstieg

Um das zu belegen, betont er, dass die Partnerschaft zwischen BG und Sartorius selbstverständlich auch im Falle des nicht auszuschließenden Abstiegs fortgesetzt werde, wenn das BG-Management sorgfältig, vernünftig und zukunftsorientiert im Sinne der Nachhaltigkeit des Göttinger Basketball-Projekts handelt.

„Ich mag den Vergleich mit den Fußballern von Mainz 05 oder dem SC Freiburg. In Göttingen bedarf es auch enormer Anstrengung, um in der 1. Basketball-Bundesliga zu spielen. Es darf keine Anspruchshaltung geben, sondern jedem sollte bewusst sein, dass auch ein Abstieg mit eingeplant werden muss“, so Kreuzburg.

Der Sartorius-Chef fragt nach dem Jugendkonzept, lässt sich von Meinertshagen die Trainingssituationen erklären und besonders die Anstrengungen, auf welche Weise das Basketball-Projekt in der Region noch tiefere Wurzeln treiben soll.

Meinertshagen berichtet von der geplanten Ausweitung des Schulprojekts, dem bald der Öffentlichkeit vorgestellten zweiten Jugendkoordinator und dem Jugendetat der BG, der in der kommenden Serie zwischen 120 000 und 150 000 Euro liegt. Als Vorbild nennt er die EWE Baskets Oldenburg, die jährlich mehr als eine Million Euro in ihre Basketball-Akademie Weser-Ems investieren.

Talente an die Konkurrenz verlieren

„Unser Ziel ist es, eine Basketball-Akademie zu etablieren. Unser Einzugsbereich kann bis nach Hannover reichen“, so Meinertshagen. Den Ex-Profi ärgert es immens, Talente an die Konkurrenz zu verlieren. Wie zum Beispiel Jan Philipp Mügge, der die U 16 der Artland Dragons vor einiger Zeit zum deutschen Meistertitel führte.

Kreuzburg registriert wohlwollend, dass die Stadt sich im Rahmen des Stadtmarketings stärker engagiert, um Basketball in der Stadt zu festigen. Das hatte er bereits vor zwei Jahren gefordert, als er mitteilte, dass Sartorius Trikot-Sponsor wird. Sein Engagement wollte er damals als Initialzündung sehen.

Andere größere Firmen in der Region sollten animiert werden, sich ebenfalls stärker einzubringen. In der Einschätzung des Erreichten widersprechen sich Meinertshagen und Kreuzburg dann doch einmal ein wenig. Während der Sartorius-Chef von einem „recht begrenzten Anstieg“ spricht, betont der BG-Geschäftsführer, dass die Sponsoringeinnahmen in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt worden seien.

„Vorbildlich und absolut unkompliziert"

„Uns fehlen zwar immer noch zwei, drei weitere große Partner, doch wir sind auch in sehr guten Gesprächen. Da tut sich noch etwas“, sagt Meinertshagen. Die Partnerschaft bezeichnet er als „vorbildlich und absolut unkompliziert. Sartorius ist einer unserer vertrauensvollsten Partner.

Zweimal wurde der Vertrag bereits im Laufe einer Saison zu besseren Konditionen verlängert“, betont der BG-Geschäftsführer. Bei so viel Harmonie und offensichtlich guter Arbeit des BG-Managements scheint nicht ausgeschlossen, dass auch der noch ein Jahr laufende Kontrakt bald um eine weitere Periode verlängert wird.

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