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BG Göttingen Sportliche Leitung macht sich Sorgen um Saunders
Sportbuzzer BG Göttingen Sportliche Leitung macht sich Sorgen um Saunders
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18:09 16.11.2011
Von Mark Bambey
Angeschlagen, aber bereit, den Kampf anzunehmen: Max Weber (l.) und Paris Horne. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Nicht nur die 71:80-Niederlage gegen die Niederländer aus Leiden machen BG-Headcoach Stefan Mienack zu schaffen, auch ein heftiger grippaler Infekt. So erscheint er warm eingepackt mit der Kapuze über dem Kopf zum Gespräch. Dass der Gegenwind spürbar schärfer wird, gibt der Trainer-Neuling zu, doch der 31-jährige akribische Arbeiter lässt sich kaum etwas anmerken und gibt sich kämpferisch.

„Wir müssen einiges Hinterfragen, warum unser Spiel derzeit nicht funktioniert. Dass das Team Potenzial hat, hat es nicht nur gegen Bayern und Ludwigsburg bewiesen. Ich bin niemand, der aufgibt. Es war klar, dass es nicht einfach wird, aber ich stehe zum Team und zum Klub. Ich bin eine Kämpfernatur“, betont Mienack.

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Dass die Schonzeiten aufgezehrt sind, mussten bei der Niederlage gegen Leiden besonders Philip Noch und Damian Saunders schmerzvoll erleben. Mienack verzichtete in der zweiten Hälfte fast komplett auf die Dienste der beiden etatmäßigen Power Forwards und ließ stattdessen mal mit einer großen Formation bestehend aus Roberto Mafra und Raymond Sykes oder im Wechsel mit Small Forward Max Weber spielen. „Wir machen uns ein wenig Sorgen um Damian“, gab Mienack preis und fügte an: „Es wirkt ein wenig, als ob er sich noch nicht richtig eingelebt und Heimweh hat. Wir, die sportliche Leitung, wollen das in einem Gespräch mit ihm am heutigen Nachmittag erläutern.“ Auch von Philip Noch erwartet der Coach eine Antwort. „Wir haben ihm das Vertrauen geschenkt und ihn starten lassen. Er muss jetzt selbst den Schritt machen und aus seinem Leistungsloch herauskommen“, so Mienack.

In Sachen Kämpferherz können einige Veilchen reichlich Anschauungunterricht von einem Teamkollegen erhalten: Max Weber. Der Vollblut-Profi spielte gegen Leiden trotz gebrochener Nase und warf sich mutig in jedes Hustle (Duelle um freie Bälle). „Selbst als seine Maske durch mehrere Schläge brach, spielte er weiter. Wir haben die Maske notdürftig repariert. Max agiert vorbildlich, er hat sich für sein Team aufgeopfert“, betont Mienack.

Neben der sportlichen Situation sorgt auch der mäßige Zuschauerzuspruch für Sorgenfalten auf der Stirn der Veilchen-Verantwortlichen. Nur 1264 Zuschauer sahen die Leiden-Partie, lediglich das in der Braunschweiger Volkswagenhalle ausgetragene Eurocup-Heimspiel gegen Budivelnik Kiew besuchten mit 880 Besuchern weniger Zuschauer. Die Vorverkaufszahlen für das Bundesliga-Duell am kommenden Sonnabend um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena mit den Artland Dragons sein durchschnittlich. „Ich bin froh über jeden Fan, der uns in dieser sehr schwierigen Phase unterstützt“, unterstrich Mienack. Ein Vorbild an Unterstützung in sportlich schwierigen Zeiten könnten die Fans der Giessen 46ers sein. Nach einem gelungenen Saisonstart mit 5:2 Siegen setzte es für den Bundesliga-Dino in der vergangenen Serie 14 Niederlagen in Folge, und die Fans durften in der Spielzeit nur noch vier Siege bejubeln. „Dennoch haben wir einen Zuschauerrekord erzielt. Darauf können wir hier in Gießen aufbauen“, sagte Gießens Geschäftsführer Christoph Syring beim Tipoff-Meeting zu Saisonbeginn. Durchschnittlich strömten 3522 Zuschauer zu den Heimspielen des stark abstiegsgefährdeten Teams.

Zu einer Autogrammstunde lädt BG-Sponsor Eon Mitte Fans und Interessierte in sein neues Energiezentrum an der Berliner Straße 10 ein. Dort stehen sechs BG-Athleten am heutigen Donnerstag von 16 bis 17 Uhr für kurze Gespräche und Autogrammwünsche zur Verfügung. Überdies verlost das Unternehmen 10x2 Freikarten für das Bundesliga-Duell der Veilchen gegen die Artland Dragons.