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BG Göttingen Veilchen angeln sich deutschen Center
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18:40 13.07.2009
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„Ich bin schon vor einiger Zeit auf Urule aufmerksam worden und habe mich mit ihm in Verbindung gesetzt in der Annahme, ich hätte es mit einem Amerikaner zu tun“, erzählt MEG-Headcoach John Patrick. „Um so überraschter war ich, als Urule mir erklärte, er habe einen deutschen Pass. Für uns ist das natürlich ein Glücksfall“, betont Patrick mit Hinweis auf vier deutsche Akteure, die in der kommenden BBL-Saison auf dem Spielberichtsbogen stehen müssen.

Igbavboa ist zwar in Oakdale/ Minnesota geboren, wo er die Tartan High School besuchte, doch da seine Mutter Ingrid aus Deutschland stammt – sein Vater ist Nigerianer –, war es für ihn kein Problem, die deutsche Staatsbürgerschaft zu bekommen. Nach einer Schnuppersaison startete Igbavboa in seinem zweiten Jahr in Valparaiso richtig durch. In den nächsten drei Serien stand er stets in der Ersten Fünf der Crusaders, die seit Jahrzehnten zu den etablierten Teams der höchsten US-College-Liga (NCAA I) gehören.

Bester Werfer und Rebounder

Die Leistungen in seiner Abschlussserie 2008/09 als bester Werfer (12,0 Punkte), Rebounder (5,8) und Assistgeber (2,6) seines Teams in durchschnittlich 29 Minuten Spielzeit lenkten das Interesse von Clubs aus aller Welt auf Igbavboa. Daher freut sich Patrick um so mehr, das Rennen um den starken Newcomer gemacht zu haben, der in den Annalen der Crusaders als fünftbester Rebounder geführt wird, als einziger Spieler der Horizon-Division Top-Ten-Plätze in den drei Kategorien einnimmt und sich einen Platz im zweiten Horizon-Allzeit-Team erkämpft hat.

„Urule ist ein athletischer Inside-Spieler, der sehr gut in unser System passt. Er ist sehr beweglich, körperlich robust und ein starker Verteidiger“, zählt Patrick die für ihn entscheidenden Vorzüge des 22-Jährigen auf. Igbavboas College-Headcoach Homer Drew, der die Crusaders seit 1988 anführt, streicht weitere Qualitäten seines Schützlings heraus: „Er und Jake Diebler waren unsere Führer auf dem Court. Man kann in ihren Augen und an ihren Tränen sehen, wieviel Leidenschaft und Liebe sie für Basketball empfinden. Ich bin sehr stolz auf sie und bewundere sie.“

Die Komplimente seines alten und neuen Trainers lassen Igbavboa allenfalls beim Anflug auf den gegnerischen Korb die Bodenhaftung verlieren: „Ich bin sehr froh, meine Profikarriere in einem Topteam einer der stärksten Ligen Europas beginnen zu können. Das wird mir helfen, als Basketballer und Person zu wachsen. Ich bin sicher, dass ich von John Patrick noch eine Menge lernen kann.“

Von Michael Geisendorf

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