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BG Göttingen Veilchen wollen Schokoladenseite präsentieren
Sportbuzzer BG Göttingen Veilchen wollen Schokoladenseite präsentieren
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12:16 29.11.2011
Von Michael Geisendorf
Konsequent zum Rebound gehen wie hier gegen William Thomas (r.): ein BG-Erfolgsrezept gegen Tiflis. Quelle: SPF
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Göttingen

Nach dem 70:95-Tiefschlag gegen Oldenburg, der achten Bundesliga-Pleite in Serie, werden die Treuesten der Treuen am Dienstag dennoch wieder in die Göttinger Sparkassen-Arena strömen, um ihr Team ab 19.30 Uhr im Euro-Challenge-Rückspiel gegen den georgischen Meister Armia Tiflis anzufeuern und zum ersten Sieg auf internationalem Parkett in dieser Saison zu treiben.

Veilchen-Coach Stefan Mie-nack geht davon aus, dass seine Spieler heute wieder ihre Schokoladenseite präsentieren – wie bei den knapp verlorenen Hinspielen in Tiflis und Istanbul sowie vor langer Zeit in der Bundesliga: beim mitreißenden Sieg gegen Ludwigsburg, dem bislang einzigen Pflichtspiel-Erfolg, und der starken Vorstellung gegen Bayern München (die Älteren erinnern sich vielleicht). „Nach schwachen Spielen wie gegen Oldenburg ist die Mannschaft fast immer stark zurückgekommen. Heute haben die Spieler jedenfalls gut trainiert und einen selbstbewussten Eindruck hinterlassen“, berichtet Mienack. „Wir machen halt zwei Schritte vor, dann wieder drei zurück, wieder einen vor und sind dann wieder bei Null. Der Aufschwung nach erneutem Abschwung reicht aber nicht. Wir müssen endlich Konstanz in unser Spiel bringen. Sachen, die wir schon abgestellt hatten, müssen abgestellt bleiben“, lautet seine unmissverständliche Forderung.

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Er sei weiterhin optimistisch, dass eine starke Vorstellung gegen Tiflis – am besten von einem Sieg gekrönt – dem Team soviel Selbstvertrauen gibt, dass es auch in der Bundesliga, am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim BBC Bayreuth, die Wende zum Positiven schafft. Wie Armia Tiflis, nach knappen Heimsiegen gegen Göttingen (82:76) und ZZ Leiden (74:71) und einer Niederlage bei den ungeschlagenen Istanbulern (82:103) Zweiter der Gruppe B, zu bezwingen ist, weiß Mienack genau: konsequenter verteidigen, besser rebounden und Ballverluste minimieren. „Im Hinspiel hatten wir vor allem Probleme mit Gaines und Diaz. Auf die beiden sind wir diesmal besser eingestellt“, glaubt der Coach.

Als Vorteil für die BG sieht er es, dass Tiflis im Europapokal mit einer kleinen Rotation von sechs, sieben Akteuren spielt. Neben den Ex-NBA-Spielern Gaines, Diaz und Richardson verlässt sich Armia-Coach Kote Togushi vor allem auf den schwedischen Center Kjellbom, den US-Forward William Thomas und dessen erst kürzlich verpflichteten Landsmann Cliff Hawkins, einen 1,87 Meter langen, 30 Jahre alten Spielmacher. Die Veilchen müssen zwar den Ausfall von Louis Dale kompensieren. Dafür sind Kyle Bailey und Max Weber dabei, die in Tiflis gefehlt hatten. Außerdem werde Nachwuchscenter Vitalis Chikoko immer stärker, so Mienack, der zuversichtlich ist, dass auch der von einer Oberschenkelzerrung gehandicapte Philip Noch einsatzbereit ist.

Noch nicht präsentieren kann die BG einen Dale-Nachfolger. „Wir haben jetzt drei, vier Kandidaten in der engeren Auswahl, alles Amerikaner, aber keiner, der schon mal in Göttingen gespielt hat“, verrät der Coach. Gesucht werde ein erfahrener, mental starker Spieler, der gut in die Mannschaft passt, sie durch sein Auftreten mitreißt und sie führen kann. „Ganz gewiss wird es keiner sein, der unsere Situation ausnutzen will, um seine persönlichen Statistiken zu verbessern“, unterstreicht Mienack.

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