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BG Göttingen Wessel Lücke hat BG 74-Miniturnier zu dem gemacht, was es ist
Sportbuzzer BG Göttingen Wessel Lücke hat BG 74-Miniturnier zu dem gemacht, was es ist
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17:33 12.06.2019
Nach dem 35. Turnier ist Wessel Lücke in den „Organisatoren-Ruhestand“ gegangen, bis dahin war er hauptverantwortlich für das Miniturnier der BG 74. Quelle: Swen Pförtner
Göttingen

Höhepunkt ist das Finale der männlichen U12-Teams am frühen Sonntagnachmittag vor großer Kulisse in der FKG-Halle beginnt.

Nur wenige Jahre nach der Gründung der BG im Jahr 1974 hat Wessel Lücke das erste Turnier für die Jüngsten im Verein initiiert. Sieben Mannschaften aus der Region trafen sich in einer kleinen Halle in Weende, Jungen und Mädchen spielten damals noch gemeinsam in einem Team. „Mir wurde damals gesagt, dass ich der Richtige sei, um eine Jugendmannschaft zu trainieren“, erzählte Lücke, dem es ein großes Anliegen war – und noch immer ist – die Jüngsten für den Basketballsport zu begeistern. „Damals gab es nur wenige Spielmöglichkeiten für die Kinder.“ Das sei auch gleichzeitig die Erklärung dafür, dass die Nachfrage stetig gestiegen ist.

Lange Jahre nur Mixed-Mannschaften

1984 zum zehnjährigen Bestehen des Vereins waren es schon 20 Teams, gespielt wurde aber immer noch in Mixed-Mannschaften. Vier Jahre später gab es bereits zwei Leistungsklassen für 30 Teams, darunter auch erstmals die Mikros der U10-Klasse. Wieder vier Jahre später waren die Mädchen erstmals unter sich in einer eigenen Konkurrenz. Im Laufe der Zeit stieg die Zahl der teilnehmenden Vertretungen immer weiter an, im Jahr 2004 wurde die 100er-Marke geknackt. „Schon lange vorher hieß es immer, dass wir die Höchstgrenze erreicht haben und trotzdem sind wir immer größer geworden“, sagt Lücke, der beobachtet hat, dass sich die Vereine immer frühzeitiger angemeldet haben. „Wir hatten eine Warteliste und haben auch mal ein Auge zugedrückt und noch ein Team mit hinein genommen.“

2019 sind 165 Teams dabei

2009, im Jahr des 30. Geburtstages, kämpften 129 Teams in elf Alters- beziehungsweise Leistungsklassen und ebenso vielen Göttinger Hallen um Pokale und Urkunden. In diesem Jahr sind 165 Mannschaften am Start. Die Steigerungsrate von weit mehr als 2000 Prozent würde jeden Investment-Banker vor Neid erblassen lassen.

35 Jahre Turnier-Chef

Wessel Lücke, von Anfang an dabei und bis zur 35. Auflage Organisations-Chef des Mammutturniers, nennt den TuS Lichterfelde als einen der auswärtigen Vereine, der getrost als Stammgast bezeichnet werden kann. Viele alte Bekannte wird er am Wochenende bei seinem Rundgang durch die Hallen wiedertreffen. „Es waren einige spätere Bundesliga-Spieler dabei, die beim Miniturnier erste Erfahrungen gesammelt haben“, weiß er. Auch viele Göttinger Eigengewächse, die es später weit gebracht haben, trifft er regelmäßig. So beispielsweise die ehemalige Nationalspielern Sophie von Saldern, die im vergangenen Jahr mit ihrem Sohn beim Turnier dabei war, es selbst aber nie gespielt hat, weil sie erst im Alter von zwölf Jahren mit dem Basketball begonnen hatte.

Seit Jahren engagiert sich auch die Basketball-Bundesliga und der Deutsche Basketball-Bund bei Europas größtem Nachwuchsturnier. Nach dem großen Andrang im vergangenen Jahr ist die „kinder+Sport Basketball Academy“ an beiden Turniertagen wieder vor Ort. „Als Mitglied im Landesverband habe ich private Kontakte genutzt, um diese beiden Institutionen mit ins Boot zu holen und habe damals offene Türen eingerannt“, sagt Lücke.

Lange ohne Drucker ausgekommen

Ist er lange Jahre ohne Computer und Drucker ausgekommen, so hat sich auch unter seiner Ägide die Organisation verändert. Gut kann er sich noch daran erinnern, wie Spielpläne per Fax und Post verschickt wurden, auf denen farbig markiert war, wann welcher Schiedsrichter in welcher Halle pfeifen musste. Heute seien in der Vorbereitung mehr Menschen aktiv als noch vor zehn Jahren. Helfer zu finden, war schon immer mit Klinkenputzen verbunden. „Wenn es soweit war, waren alle da. Ich hatte damals den Vorteil, dass ich fast jeden Tag in der Halle war und Leute ansprechen konnte. Wenn man ihnen dabei direkt ins Gesicht schaut, ist es schwerer abzusagen als eine E-Mail zu ignorieren“, hat der 82-Jährige festgestellt.

Am Wochenende wird er mit Sicherheit bei der U9 vorbeischauen, hier ist er – mit Unterstützung – immer noch als Trainer aktiv. „Und wenn Not am Mann ist, helfe ich gern. Sonst schaue ich mich um und gucke mal, wen man so trifft.“

Von Kathrin Lienig

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