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Fußball aus aller Welt Problemzone Außenverteidiger
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00:29 31.07.2015
Foto: „Ich will ihn nicht unter Druck setzen“: Für Trainer Michael Frontzeck ist der derzeit noch verletzte Oliver Sorg hinten rechts gesetzt,
„Ich will ihn nicht unter Druck setzen“: Für Trainer Michael Frontzeck ist der derzeit noch verletzte Oliver Sorg hinten rechts gesetzt, Quelle: Petrow
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Trainingslager sind anstrengend. Und sie sind, besonders in der späten Saison-Vorbereitungsphase, auch immer eine wichtige Zeit, in der sich Mannschaften für die Saison einspielen. Auch Michael Frontzeck feilt bei seinem Team an der Abstimmung. Hannover 96 trat im ersten Test während das Österreich-Aufenthalts gegen Hull City schon mit einer Elf an, die in ähnlicher Besetzung in das erste Pflichtspiel bei Hessen Kassel im DFB-Pokal am 9. August gehen könnte. Zwei Positionen stellt sich der Coach allerdings noch ganz anders vor, da ist er von den Alternativen überhaupt nicht überzeugt.

„Wir müssen auf den Außenverteidigerpositionen improvisieren“, sagte Frontzeck. „das ist jetzt nicht so toll.“ Für links hinten hat er normalerweise Miiko Albornoz fest auf dem Plan. Der Chilene hatte wegen der Südamerika-Meisterschaft länger Urlaub und ist erst am Montag ins Training eingestiegen. Dienstagmorgen machte er dann die leichte Einheit mit dem Team mit, nachmittags übte er mit den Kollegen, die gegen Rizespor nicht zum Einsatz kamen. „Miiko ist ein kerniger Junge, der hat viel gemacht im Urlaub, er hat nicht nur in Chile am Strand gelegen“, sagte Frontzeck. Über den wahren Fitnesszustand des Chilenen aber gibt es keine verlässlichen Werte. „Wir müssen erst sehen, wie weit er ist“, sagte Frontzeck.

Oliver Sorg, für rechts hinten vorgesehen, steigert zwar täglich sein Pensum nach seinem Muskelfaserriss, aber er ist im österreichischen Trainingslager ohne Spiel- und Mannschaftstrainingspraxis. Und auch der Test am Sonnabend gegen den AFC Sunderland in der HDI-Arena scheint zu früh zu kommen für den ehemaligen Freiburger. „Es wäre der Idealfall, wenn der ,Olli’ beim Sunderlandspiel dabei sein könnte“, sagte der 96-Coach. „Ich will aber ihn oder die medizinische Abteilung nicht unter Druck setzen. Er hat sehr muskulöse Beine, da dürfen wir in der Behandlung nichts übers Knie brechen.“

Zuletzt hatte Frontzeck auf den Außenpostionen Edgar Prib (links) und Hiroki Sakai (rechts) eingesetzt. Es sei wichtig gewesen "zu sehen, wie sich andere bewähren“, sagte Frotzeck. Besonders Prib kam in der Beurteilung nicht wirklich gut weg. Obwohl der frühere Fürther diese Position auch schon der vergangenen Saison und auch jetzt in einigen Testspielen ganz ordentlich gespielt hat, ist der 96-Coch nicht von Prib überzeugt –  zumindest auf dieser Position. „Wenn alles wegbricht, ist er natürlich eine Alternative, weil ich ,Schulle’ (Christian Schulz, d. Red.) außen nicht mehr sehe, sondern im Zentrum“, sagte Frontzeck.

Aber eben nur eine Alternative für den äußersten Notfall. „,Eddy‘ beläuft die Räume ganz gut und machte klasse Sachen nach vorn. Aber in der defensiven Abstimmung, da hapert es noch“, sagte Frontzeck. „Er gibt sich Mühe hinten, doch hin und wieder kommt eben der Offensivspieler zum Vorschein. Wie gesagt, er macht das sehr ordentlich, aber ...“ Danach gab es auch noch ein Lob für Prib. „Ich weiß, was ich an ihm habe. Er ist sehr vielseitig; und es muss für ihn nicht unbedingt zum Nachteil sein, dass er linker Verteidiger spielen kann“, sagte der Coach.

Ganz konkurrenzlos ist Albornoz, der in der vergangenen Saison sehr schwankend in seinen Leistungen war, aber doch nicht. Sorg kann auch auf der linken Seite spielen, hat dies auch schon in seiner Freiburger Zeit bewiesen. Defensiv-taktisch geschult ist er ohnehin bestens. Allerdings würde er dann rechts fehlen und da, so scheint es zumindest, könnte Frontzeck mit der Alternative Sakai durchaus leben.

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