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Fußball aus aller Welt Bayer zahlt gegen Manchester Lehrgeld
Sportbuzzer Fußball Fußball aus aller Welt Bayer zahlt gegen Manchester Lehrgeld
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08:26 18.09.2013
Lange Gesichter bei der Werkself: Bayer Leverkusens Eren Derdiyok (l.) und Emre Can beim Anstoß nach dem 4:2. Quelle: dpa
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Manchester

559 Tage nach dem Debakel von Barcelona hat Bayer Leverkusen bei der Rückkehr auf die große Bühne Champions League erneut Lehrgeld bezahlt. Im „Theater der Träume“ kassierte die Werkself am Dienstag beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United eine 2:4 (0:1)-Niederlage zum Auftakt der Gruppe A in der Königsklasse. Damit steht Bayer in den beiden nächsten Heimspielen gegen Real Sociedad San Sebastian (2. Oktober) und Schachtjor Donezk (23. Oktober) schon ein wenig unter Zugzwang, soll der Einzug ins Achtelfinale gelingen.

Die beiden Stürmerstars Wayne Rooney (22. und 70. Minute) und Robin van Persie (59.) sowie Antonio Valencia (79.) schossen den verdienten Sieg für den zweimaligen Champions-League-Sieger heraus. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Bayer-Kapitän Simon Rolfes (54.), außerdem traf Ömer Toprak (88.). Eine Vorführung wie beim peinlichen 1:7 gegen Barcelona vor eineinhalb Jahren wurde es zwar nicht, dennoch waren die Leverkusener vor 75 811 Zuschauern in Old Trafford, dem sogenannten „Theatre of Dreams“, gegen die individuelle Klasse des 20-maligen englischen Meisters letztlich chancenlos. „Wir bekommen die Tore in einer Phase, wo wir am Drücker waren. Das haben wir leider nicht ausgenutzt“, meinte Bayer-Schlussmann Bernd Leno im Anschluss beim TV-Sender Sky.

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Auf jenem Rasen, wo Bayer vor elf Jahren mit dem Einzug ins Champions-League-Finale eine der größten Stunden in der Clubgeschichte erlebte, sahen sich die Rheinländer von Beginn an in die Defensive gedrängt. ManUnited erarbeitete sich gleich ein deutliches Übergewicht, viel zu selten konnten die Rheinländer mal Entlastungsangriffe starten. Dabei machte sich auch das Fehlen einiger Stammkräfte in der Startelf wie Nationalspieler Lars Bender (Hüfte) und Gonzalo Castro (Muskelfaserriss) war erst gar nicht mit nach England gereist. Dafür stand Neuzugang Emre Can erstmals von Beginn an in der Startelf.

Strich der erste Warnschuss von van Persie in der elften Minute noch gut einen Meter am Tor von Leno vorbei, wurde es kurz darauf bei einem Kopfball von Chris Smalling erstmals richtig gefährlich (20.). Zwei Minuten später war es aber doch passiert. Auf Flanke von Patrice Evra war Rooney zur Stelle, für den englischen Nationalstürmer war es der 32. Europapokal-Treffer.

Allerdings war es ein höchst fragwürdiger Treffer, hatte Valencia in Abseitsposition auf der Torlinie Leno behindert. „Ich weiß gar nicht, was die Aufgabe des Torrichters ist. Das ist eh nur Alibi. Die stehen da rum und meckern den Torhüter an. Es ist klarer als klar, dass der vor mir herumgehüpft ist“, schimpfte Leno.

Verdient war die United-Führung aber allemal. Kurz vor der Pause hatten Rooney per Freistoß (43.) und Shinji Kagawa (44.) zwei weitere hochkarätige Chance, als sie den Ball nur knapp neben das Tor setzten. Der Ex-Dortmunder Kagawa war überraschend in die United-Elf gerückt, nachdem er in dieser Saison noch keine Minute gespielt hatte. Die 700 mitgereisten Leverkusener Fans warteten dagegen vergeblich auf eine Torchance im ersten Durchgang.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, als Sidney Sam dem Manchester-Keeper David de Gea den Ball in die Arme schoss (51.). Im Gegenzug hatte Rooney die Vorentscheidung auf dem Fuß, als er Leno ausspielte, den Ball aber neben das leere Tor setzte (52.). Die Strafe folgte prompt, als ein abgefälschter Schuss von Rolfes im Tor der Gastgeber einschlug. Es war das erste Tor des früheren Nationalspielers in der Königsklasse. Doch es reichte nicht zur Überraschung. United schaltete unter den Augen des langjährigen Erfolgstrainers Sir Alex Ferguson, der im Sommer für seinen schottischen Landsmann David Moyes Platz gemacht hatte, einen Gang höher und kam nach Flanke von Valencia durch van Persie zur erneuten Führung. Rooney und Valencia sorgten dann für klare Verhältnisse.

dpa

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