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Fußball aus aller Welt Deutsche Nationalelf trifft auf Ecuador
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14:54 05.06.2013
Training unter Palmen. Quelle: dpa
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Miami

Es wurde viel debattiert über Sinn und Unsinn der USA-Tour ohne viele Stars – jetzt muss sich die Übersee-Reisegruppe von Joachim Löw bei brütender Hitze als wettkampftauglich beweisen. Gegen den ehrgeizigen Weltranglistenzehnten und programmierten WM-Teilnehmer Ecuador sollen Lukas Podolski, Benedikt Höwedes oder auch Neuling Max Kruse in der brennenden Sonne von Florida den Fans in der Heimat zeigen, dass die Fußball-Nationalmannschaft auch ohne ein Dutzend Stammkräfte begeistern kann. „Ich freue mich auf das Spiel“, sagte der 108-malige Nationalspieler Podolski, der am Mittwoch (20.30 Uhr/live in der ARD) in Boca Raton besonders im Fokus steht.

Nach dem weltweit gelobten „German Final“ in der Champions League „wird der Fokus jetzt wieder langsam auf die Nationalmannschaft kommen. Es steht natürlich in Deutschland noch das Pokalfinale an. Aber wir werden mit unseren Länderspielen hoffentlich wieder Highlights setzen“, sagte Manager Oliver Bierhoff, der mit deutlichen Worten dem „ewigen“ DFB-Podolski einen „Stillstand“ in dessen Auswahl-Laufbahn attestiert hatte und damit für Zündstoff in der Gute-Laune-Welt des Nationalteams sorgte.

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„Ich bin auch ein Freund von klaren Worten. Und auch Spieler müssen kritikfähig sein, müssen auch mit Tatsachen leben“, erklärte Bierhoff und ergänzte zu Podolski: „Er hat uns immer wieder unglaublich geholfen. Aber die Entwicklung im letzten Jahr war bei der Nationalmannschaft eben nicht so zufriedenstellend.“ Schon gegen das starke Ecuador erhofft sich Bierhoff eine positive Reaktion von Podolski: „Die Konkurrenz ist stärker geworden. Und ich hoffe, dass es für ihn wieder Ansporn ist, sich diese Position zu erkämpfen.“

Podolski mochte Bierhoffs Urteil nicht groß besprechen: „Wenn er es anders sieht, ist das seine Meinung.“ Mit 27 fühle er sich keinesfalls auf dem absteigenden Ast: „Ich habe in England eine gute Saison gespielt“, sagte der Routinier nach seinem ersten Jahr beim FC Arsenal. Mit seinem 109. Einsatz könnte Podolski seinen einstigen Trainer Jürgen Klinsmann in der deutschen Rekordliste überbieten.

„Der Lukas ist ja jetzt schon fast zehn Jahre dabei. Bei der Nationalmannschaft weiß man natürlich, dass er unglaubliche Dynamik und Durchsetzungsvermögen mitbringt“, sagte Bundestrainer Löw zu Podolski, der in Abwesenheit der Dortmunder, Münchener und Madrider Spieler wieder einmal erste Wahl im offensiven Mittelfeld ist. Ganz vorne soll der unbekümmerte künftige Gladbacher Max Kruse zu seinem Länderspiel-Debüt kommen.

Löw sieht gute Zeichen, dass sein Kader mit vier Neulingen und zahlreichen Rückkehrern trotz der ungewohnten Bedingungen zur Anstoßzeit um 14.30 Uhr Ortszeit schon gegen Ecuador bestehen kann. „Sicher merkt man im Training, dass es zu dieser Zeit heiß ist. Die hohe Luftfeuchtigkeit kommt dazu. Nach einigen Einheiten hat man aber schon das Gefühl, dass sich die Spieler mehr daran gewöhnt haben“, sagte Löw.

dpa