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Fußball aus aller Welt Heidenheim oder Sandhausen: Hauptsache gewinnen
Sportbuzzer Fußball Fußball aus aller Welt Heidenheim oder Sandhausen: Hauptsache gewinnen
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07:58 19.12.2016
Von Heiko Rehberg
Die 96-Fans hoffen, dass sie Felix Klaus am Sonntag beim Torjubeln zuschauen können. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Im Fanshop des Fußball-Zweitligisten Hannover 96: Frauen und Männer auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk - für den Nachwuchs, den Partner, vielleicht auch für sich. Es herrscht ordentlich Andrang zwischen den Regalen und Ständern mit Trikots und Pullovern, mit Bettwäsche (Biber kariert) und Kuscheldecke, dem 96-Monopoly-Spiel und den Schoko-Weihnachtsmännern. Gelegenheit für eine kleine Umfrage vor dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag (Anstoß ist um 13.30 Uhr).

Heimsieg zum Jahresabschluss

Dass der SV Sandhausen der Gegner sein wird - erstmals in der Vereinsgeschichte -, ist allen bekannt, die meisten im Fanshop haben sich längst eine Karte gesichert. Die Frage, wie denn der Torhüter und der Torjäger aus Sandhausen heißen, sorgt allerdings für wiederholtes Stirnrunzeln und Schulterzucken. „Mir doch egal, wem der Harnik die Bude vollhaut“, knurrt ein Fan und schnappt sich einen Schal, auf den es gerade 18,96 Prozent Rabatt gibt.

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Heidenheim oder Sandhausen - Hauptsache, Heimsieg. So denken sie alle in Hannover, und das hat nichts mit Respektlosigkeit gegenüber den Gästen am Sonntag zu tun. Sondern mit dem Selbstverständnis eines Bundesliga-Absteigers, der gleich wieder hoch will und dessen Selbstbewusstsein durch den überzeugenden 2:1-Sieg beim Mit-Aufstiegsfavoriten VfB Stuttgart noch einmal gewachsen ist.

96-Trainer Daniel Stendel - kein Freund von Nachlässigkeiten - wird seinen Profis den letzten Gegner des Jahres bis Sonntag ausführlich vorstellen und dabei auch auf Torwart und Torjäger zu sprechen kommen. Der eine heißt Marco Knaller, und wer vom Namen auf die Position schließt, liegt falsch: Knaller ist der Torhüter - und zwar ein guter. 17 Gegentore hat der Österreicher bislang kassiert, zwei weniger als 96-Schlussmann Philipp Tschauner (er pausierte gestern wegen einer leichten Brustbeinreizung, sein Einsatz am Sonntag ist nicht gefährdet).

Ein Torjäger namens Wooten

Sandhausens Torjäger heißt Andrew Wooten und hat etwas mit 96-Stürmer Martin Harnik gemeinsam: Beide haben achtmal getroffen und liegen damit in der Torschützenliste zusammen auf dem vierten Platz.

Ein prima Torhüter und ein treffsicherer Stürmer: Das haben in der 2. Liga nicht alle Teams zu bieten, es ist deshalb kein Zufall, dass der Verein aus Baden-Württemberg mit seinen 767 Mitgliedern (die „Roten“ haben mehr als 20 000) auf dem neunten Platz liegt mit reichlich Puffer zur Abstiegszone. „Das wird eine Aufgabe, bei der es gilt, keine Schwäche zu zeigen“, sagt 96-Profi Edgar Prib, der gestern seinen 27. Geburtstag feierte.