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Fußball aus aller Welt Heynckes lässt Bayern-Stars Kraft tanken
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08:17 27.03.2012
Bayern-Trainer Jupp Heynckes hat seinen Spielern vor dem Viertelfinale in der Champions-Legaue trainingsfrei gegeben. Quelle: dpa
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München

Ausruhen statt Training: Jupp Heynckes setzt vor der Champions-League-Partie der Vielspieler des FC Bayern München bei Olympique Marseille auf Erholung. Der 66 Jahre alte Coach gab Franck Ribéry & Co. nach den Strapazen der vergangenen Woche erst einmal trainingsfrei, damit seine Fußball-Profis Kraft schöpfen können für das Viertelfinal-Hinspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/Sat.1 und Sky).

„Die Regeneration der Spieler ist ganz wichtig“, begründete Heynckes die Maßnahme im vereinseigenen FCB-tv. Schon nach dem Pokal-Kraftakt in Mönchengladbach hatte er vor der Liga-Partie am Samstag gegen Hannover (2:1) auf das Abschlusstraining verzichtet. Ribéry begrüßte vor dem Spiel bei seinem Ex-Club ausdrücklich die Maßnahme seines Trainers: „Wir haben viele Spiele im Moment – und es wird ein schweres Spiel in Marseille“, sagte der Franzose, der den 90 Minuten mit besonderem Ehrgeiz entgegenblickt: „Ich muss gewinnen.“

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Die hohe Belastung und kleinere Wehwehchen wie zuletzt bei Mario Gomez und Thomas Müller zwingen Heynckes dazu, die Intensität des Trainings zwischen den Spielen zu verringern. „Der ganze Staff ist jetzt gefragt, die medizinische Abteilung, die Physiotherapeuten. Es ist aber in erster Linie Sache der Spieler, wie man sich regeneriert und wieder auf das nächste Spiel fokussiert“, sagte der Chefcoach.

Nationalspieler Bastian Schweinsteiger lief am Montag einsam auf dem Vereinsgelände seine Runden und setzte sein Aufbautraining fort. Der Mittelfeldchef wird wegen seiner erneuten Probleme am rechten Fuß vermutlich auch in Marseille noch einmal pausieren. „Es genügt nicht, wenn er nur dabei ist. Er muss dann schon auf dem Platz Akzente setzen können“, kommentierte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer.

Der „Kaiser“ war nach dem WM-Triumph mit der deutschen Nationalmannschaft 1990 in Italien ein Jahr lang als Teamchef und Technischer Direktor in Marseille tätig. Er hält die Aufgabe gegen den Tabellenachten der französischen Liga für „machbar“, auch wenn es „keine leichte Aufgabe“ werde. Trotzdem rechnet Beckenbauer fest mit einem anschließenden Halbfinale zwischen Bayern und Real Madrid.

Bayern gegen Real hört sich gut an. Ich denke, es wird so kommen“, sagt Beckenbauer. Auch er wünscht sich ein Traumfinale am 19. Mai in der Allianz Arena gegen den FC Barcelona. Real mit den deutschen Nationalspielern Mesut Özil und Sami Khedira sei da zuvor das etwas günstigere Los: „Real hat eine sehr, sehr gute Mannschaft, aber es ist nicht Barcelona. Real spielt mit einer Wucht, ist körperlich sehr stark, Barcelona spielt mit einer Leichtigkeit.“

In Marseille ist alles auf die Bayern ausgerichtet, auch wenn die Spiele für „OM“ angesichts der aktuellen sportlichen Krise in der Liga im Grunde zur Unzeit kommen. Nationaltorwart Steve Mandanda ist im Hinspiel gesperrt, und am Montag erreichte den Traditionsclub eine weitere schlechte Nachricht: Abwehrroutinier Souleyman Diawara fällt für den Rest der Saison mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie aus.

Der französische Verband hat alles getan, um Olympique zu unterstützen: Das für Samstag angesetzte Liga-Spiel gegen HSC Montpellier wurde vor dem anschließenden entscheidenden Rückspiel gegen die Bayern in München auf den 11. April verlegt. Heynckes bewertete die Maßnahme als Beleg „für die Ambitionen“ von Olympique in der Königsklasse. Auch wenn das Team als Tabellenachter in der französischen Liga abgeschlagen ist, warnte Heynckes vor dem neunmaligen französischen Meister: „Marseille hat in der Gruppenphase zweimal Borussia Dortmund geschlagen und Inter Mailand aus dem Wettbewerb gekegelt. Wir nehmen den Gegner sehr ernst.“

dpa