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Fußball aus aller Welt Rehhagel wird neuer Hertha-Trainer
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11:56 18.02.2012
Otto Rehhagel wird Trainer von Hertha BSC Berlin. Quelle: dpa
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Berlin

Nun soll „König Otto“ in Berlin regieren. Der 73 Jahre alte Otto Rehhagel wird neuer Trainer von Hertha BSC. Das Engagement des ehemaligen Europameister-Coaches von Griechenland bis zum Saisonende ist nach dpa-Informationen beschlossene Sache. Beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg in der kommenden Woche soll er nach fast zwölfjähriger Abstinenz sein Comeback auf der Trainerbank in der Fußball-Bundesliga geben.

In der Partie am (heutigen) Samstag im Berliner Olympiastadion gegen Spitzenreiter und Titelverteidiger Borussia Dortmund wird noch das Interimsgespann René Tretschok und Ante Covic die Mannschaft betreuen. Sie hatten das Team nach dem Rauswurf vom erfolglosen Coach Michael Skibbe übernommen. Der war wiederum geholt worden, nachdem die lange Zeit erfolgreiche Zusammenarbeit mit Markus Babbel äußerst geräuschvoll beendet worden war. Rehhagel wird damit der vierte Verantwortliche für das Team in einer Saison sein.

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Ausgerechnet Rehhagel. Der gebürtige Essener gehörte 1963 zur Hertha-Mannschaft beim ersten Bundesliga-Spiel der Berliner. Nach dem 1000. Meisterschafts-Match von Hertha gegen Dortmund übernimmt er nun als Trainer das Zepter.

Die Frage ist nur wie? Rehhagel gibt sich gern unantastbar, Rehhagel referiert. Und Rehhagel schreckt auch vor traditioneller Taktik nicht zurück. Beim EM-Triumph 2004 mit den personell sicherlich nicht top-besetzten Griechen ließ er seine Hellenen mit einer für viele Experten antiquierten Ausrichtung und einem Libero antreten. Aber: Der Erfolg gab Rehhagel recht.

Die Liste seiner Meriten ist lang. Dreimal wurde Rehhagel als Trainer deutscher Meister. Mit dem 1. FC Kaiserslautern gelang ihm dabei sogar Historisches: Er stieg erst mit den Pfälzern auf und schnappte sich dann den Titel. Mit seinem langjährigen Arbeitgeber Werder Bremen gewann Rehhagel zudem den Europapokal der Pokalsieger. Drei DFB-Pokalsiege kann er ebenfalls verbuchen.

Bei der Hertha geht es indes ums Überleben. Ein erneuter Abstieg wäre verheerend. Für den Verein und vor allem auch für Manager Michael Preetz, der zusammen mit Präsident Werner Gegenbauer die Verhandlungen geführt haben soll. Ein weiterer Fehlgriff wäre für Preetz fatal. Der ehemalige Profi und aktuelle Geschäftsführer Sport steht nach dem schwungvollen Trainerrochaden in der Hauptstadt schwer in der Kritik. Doch auch er dürfte im Hofstaat von „König Otto“ etwas durchatmen können. Zumindest vorübergehend. 

jhf/dpa

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