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Fußball aus aller Welt Wer knipst 96 zurück in die Bundesliga?
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00:16 22.07.2016
Von Christian Purbs
Breit aufgestellt: Mit Artur Sobiech, Martin Harnik und Niclas Füllkrug verfügt Trainer Daniel Stendel über eine gute Offensive.
Breit aufgestellt: Mit Artur Sobiech, Martin Harnik und Niclas Füllkrug verfügt Trainer Daniel Stendel über eine gute Offensive. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

So treffsicher wie der SC Freiburg müssen die „Roten“ in der kommenden Saison gar nicht sein, um ihr Ziel, die sofortige Rückkehr in die Fußball-Bundesliga, zu erreichen. Auf 75 Tore brachte es der Meister der 2. Liga in der vergangenen Saison, ein paar weniger, das zeigt ein Blick in die Vergangenheit, werden wahrscheinlich auch für den Aufstieg ausreichen.

An Stürmern und Offensivspielern, die für die Tore sorgen sollen, fehlt es in der Mannschaft von Trainer Daniel Stendel jedenfalls nicht. Mit den Transfers von Niclas Füllkrug vom 1. FC Nürnberg und Martin Harnik, der zuletzt für Mitabsteiger VfB Stuttgart auf Torejagd ging, hat sich der Club in der Offensive noch breiter aufgestellt und auch qualitativ zugelegt. Die Verpflichtungen entsprechen der von Stendel favorisierten und von ihm auch mehrfach angekündigten offensiven Ausrichtung der Mannschaft und haben zudem den Vorteil, dass Ausfälle leichter kompensiert werden können. „So wie Daniel Fußball spielen lassen will, brauchen wir Alternativen im Angriff“, sagt 96-Geschäftsführer Martin Bader.

Davon gibt es nun reichlich. Mit Füllkrug, Harnik, Artur Sobiech, Kenan Karaman, Charlison Benschop, Babacar Gueye, Valmir Sulejmani, Felix Klaus, Marius Wolf, Noah-Joel Sarenren-Bazee und Uffe Bech hat Stendel jede Menge Möglichkeiten zu variieren - aber auch deutlich mehr Spieler im Kader, als er selbst bei einer sehr offensiven Aufstellung einsetzen kann. Zumindest dann, wenn alle gesund und fit sind.

Mit Sarenren-Bazee, der das Trainingslager mit Hüftproblemen abbrechen musste und am Montag operiert wird, sowie Uffe Bech fehlen zurzeit bereits zwei Offensivspieler. Der Däne klagte au f Norderney über Schmerzen im rechten Knie, das er jedoch gestern schon wieder leicht belasten konnte. Wann der 23-Jährige wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren wird, ist jedoch noch nicht abzusehen. „Dass man Probleme kriegen kann, wenn man im Angriff nicht breit aufgestellt ist, haben wir in der vergangenen Saison schmerzhaft erfahren“, sagt Bader.

Nun ist es die Aufgabe von Trainer Stendel, aus dem großen Angebot an Offensivspielern diejenigen zu finden, die am besten zusammen harmonieren und erfolgreich sind. Um den Platz in der Sturmmitte konkurrieren Neuzugang Füllkrug und Sobiech, auch Harnik kann dort spielen. Und auf den Außenpositionen gibt es spätestens dann Gerangel, wenn Sarenren-Bazee und Bech wieder dabei sind.

Wichtige Hinweise für Stendel wird es in den Testspielen der kommenden Wochen geben. Bis zum 30. Juli spielen die „Roten“ noch heute gegen den VfL Osnabrück, in Halle (23. Juli), in Halberstadt gegen Erzgebirge Aue (27. Juli) und in England gegen Norwich City (30. Juli). Gegner, die 96 fordern und einiges abverlangen werden. Zweistellige Siege wird es dann jedenfalls nicht mehr geben. „Dann wird sich ein Kader von etwa 22 Spielern herauskristallisiert haben“, sagt Bader, der von der Qualität des aktuellen 96-Kaders überzeugt ist. „Uns ist nicht bange, mit diesem Kader in die Saison zu gehen.“