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Fußball vor Ort 05-Rückkehr: „Nun geht es ans Klinkenputzen“
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort 05-Rückkehr: „Nun geht es ans Klinkenputzen“
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17:32 21.09.2012
D. Johannson und R. Hald (r.)
D. Johannson und R. Hald (r.)
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Göttingen

„Als ich das beim Frühstück in der Zeitung gelesen habe, habe ich spontan gesagt: Das ist ja toll“, berichtet Johannson. Nun gehe es ans Klinkenputzen und daran, Beziehungen spielen zu lassen, denn es müssten in ganz erheblichem Maß Sponsorenmittel eingeworben werden. „In Göttingen ist man auf Gedeih und Verderb auf die Sponsoren angewiesen, die sich auf dem regionalen Markt tummeln.“ Das Projekt sei eine wirtschaftliche Herausforderung, doch dass der Zuschauer-Markt vorhanden ist, habe man 2001 gemerkt, als die Insolvenz bereits beantragt war und trotzdem mehr als 6000 Zuschauer ins Jahnstadion zum Regionalliga-Relegationsspiel gegen Holstein Kiel kamen.

„Mit dem 1. SC Göttingen 05 kehrt ein traditionsreicher und über die Region Göttingen hinaus bekannter Klub zurück“, sagt Rainer Hald, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Göttingen. Er wünsche dem Verein „das Quäntchen Glück, das man braucht“. Für Alexander Frey, Chef der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), ist „der Wein wichtiger als das Etikett“. Positiv sieht er „das Bekenntnis zum Leistungsfußball in Göttingen“, doch nun gehe es darum, „das Gebilde mit Leben zu füllen“. Es sei wichtiger nach vorn als nach hinten zu gucken.

Für den Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) ist es ein Versuch, „an die schöne, alte Tradition anzuknüpfen“. Die eingefleischten 05-Fans werde es freuen. „Schön wäre, wenn damit sportlicher Erfolg verbunden ist.“ Auch „Schacko“ Hahne, langjähriger Stadionsprecher des 05-Rivalen SVG und seit mehr als 60 Jahren Schwarz-Weißer, war überrascht. „Wenn sie meinen, dass sie damit zurecht kommen“, sagt er. Wie immer sei nun die große Preisfrage: „Wie weit kommt man finanziell?“