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Fußball vor Ort 8. Sparkasse-Göttingen-Cup: SCW als Zweiter weiter
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort 8. Sparkasse-Göttingen-Cup: SCW als Zweiter weiter
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20:49 21.07.2013
Kein einfaches Spiel: für Nörtens Michael Horst (M.) gegen Philipp Götz (l.) und Maikel König vom SCW.
Kein einfaches Spiel: für Nörtens Michael Horst (M.) gegen Philipp Götz (l.) und Maikel König vom SCW. Quelle: Pförtner
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SCW-Stürmer Christoph Blum bestrafte die fehlende Zuordnung der SSV-Verteidiger nach einem Eckball mit dem 3:0. Schon bei den ersten beiden Treffern half der Gast durch vorangegangene Ballverluste tatkräftig mit. Auch von der Spielanlage war das Ergebnis verdient: SCW-Trainer Marc Zimmermann brauchte sich wenig zu sorgen, wenn seine Elf derart facettenreich agierte.

In Hälfte eins lief bei den Platzherren viel über die Außen, nach dem Seitenwechsel wurde das Zentrum mit den „Doppelsechsern“ vermehrt einbezogen. Das Resultat blieb indes das gleiche: viel Ballbesitz, kurze, schnelle Pässe in die Spitze und zahlreiche Chancen. Allen voran die Youngster Julian Kratzert und Florian Berg sorgten für Schwung, überboten sich aber mit dem Vergeben von Möglichkeiten.

„Außer der Chancenverwertung gibt es wenig zu meckern“, so Zimmermann. Die müde wirkenden Gäste blieben offensiv wirkungslos, standen über die Außen sehr tief, was zu Unterzahl führte. Wenn etwas ging, dann über Standards: Einer überrumpelte die Weender Abwehr, danach sorgte Johannes Eberl mit einem wunderbaren Freistoß für den Anschluss. „Um in der Liga zu bestehen, muss aber mehr kommen“, forderte Nörtens Trainer Stefan Claus.

Startelf SCW: Schwörer – Keuchel, Garve, Psotta, Strauss – Obermann, Götz – König, Hampel, Westfal – Blum. – Startelf SSV: Hillemann – Grasmück, Wenzel, Engelhardt, Hartmann – Pfeufer, Horst, Leifheit, Wienecke – Stueck, Dehne. – Tore: 1:0 Blum (19.), 2:0 Hampel (22.), 3:0 Blum (33.), 3:1 S. Thiele (74.), 3:2 Eberl (80.), 4:2 Obermann (90.+1).

In der vorangegangenen Partie sorgte der Bovender SV dafür, dass die knapp 150 Fans auf der BSA Weende kaum aus dem Staunen herauskamen. Mit 8:0 (3:0) fertigte der Kreisligist den klassenhöheren Bezirksligisten Sparta ab. Gerbi Kaplan untermauerte seinen Status als Ausnahmespieler des BSV mit fünf Treffern einmal mehr. Zudem trafen Timo Hichert, Hussein Noureddine und Andreas Dellemann für den Gruppensieger. „Das war eine absolute Blamage“, zürnte Sparta-Coach Esmir Muratovic, dessen Elf als Gruppenletzter ausschied.

Bereits am Freitag sicherten sich der TSV Bremke/Ischenrode und TSV Groß Schneen ihre Tickets für das Viertelfinale. Glücklich als zweitbester Gruppendritter schaffte dies der FC Grone.

Alle drei Kreisligisten im Viertelfinale

Während sich der Großteil von Fußball-Göttingen beim Blick auf die Viertelfinale-Paarungen beim Sparkassen-Cup vor Verwunderung die Augen reibt, sonnt sich SVG-Vorsitzender Reinhold Napp verschmitzt grinsend auf seiner Loggia: „Ich habe es gesagt: Alle Kreisligisten werden weiterkommen.“

Dass sich der teils erdrückend dominante Bovender SV durchsetzt, war durchaus zu erwarten. Dass aber auch der TSV Groß Schneen als Zweiter in einer schwierigen Gruppe Schritt hält, und sogar die SV Groß Ellershausen/Hetjershausen durch einen Sieg am dritten Spieltag die Vorrunde als bester Gruppendritter übersteht, nicht. Mindestens ein Kreisligist wird sogar im Halbfinale stehen, da Bovenden und Groß Ellershausen aufeinander treffen.

Die Ausgeglichenheit beim diesjährigen Cup sei Resultat der Verkleinerung auf zwölf Mannschaften, so Napp. „Das hat sich gelohnt, weil wir dem Publikum spannendere Begegnungen bieten“, sagt der 63-Jährige. Die durchschnittlichen Zuschauerzahlen im SVG-Stadion am Sandweg, auf dem Groner Sportplatz am Rehbach und der BSA Weende geben ihm Recht. „Es sind die geplanten 150 geworden“, verkündet Napp erfreut.

Geht nun sein Tipp auf, dass Bovenden mindestens das Finale erreicht, darf sich Napp demnächst wohl „Orakel vom Sandweg“ nennen. Aber auch die Teams, bei denen „eine Handschrift des Trainers deutlich erkennbar“ sei, sieht er weit vorne. Dazu zähle neben Landesligist SVG auch Bezirksligist TSV Landolfshausen.

Die Favoritenrolle weist BSV-Trainer Jelle Brinkwerth von sich. „Finale wäre ein schöne Sache, aber es gibt stärkere Teams als uns“, sagt Brinkwerth. Er sieht Mitausrichter SVG vorne. Gelohnt habe sich die Teilnahme am Cup für seine Mannschaft allemal: „Wir spielen uns langsam ein und haben viel Selbstvertrauen getankt.“

Von Rupert Fabig

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