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Fußball vor Ort Berufungsverhandlung gegen RSV-Spieler
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Berufungsverhandlung gegen RSV-Spieler
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20:14 05.03.2012
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Göttingen

Horst und der andere etatmäßige Innenverteidiger des RSV, Julian Keseling, waren vom Verbandssportgericht jeweils für drei Monate wegen diskriminierender Beleidigung gesperrt worden. Während Keseling beleidigende Äußerungen gegenüber dem Cloppenburger Stürmer Lincoln Assinuoko einräumte, wies Horst die Vorwürfe stets von sich.

„Durch die lange Verfahrensverzögerung war nicht zu rechtfertigen, die Vorsperre aufrechtzuerhalten“, sagt der Göttinger Anwalt Karl-Heinz Mügge, der Horst und Keseling vertritt. „Sollte sich der Tatvorwurf nicht bestätigen, wäre Horst bis zur Berufungsverhandlung nahezu zwei Monate gesperrt gewesen.“

Tendenz in Richtung Freispruch

Die Aufhebung der Vorsperre bedeute jedoch nicht, dass die Tendenz im Fall Horst in Richtung Freispruch geht, unterstreicht Mügge. „Damit ist noch nichts vorentschieden.“ Gleichwohl hoffe er, dass die Sperre ganz aufgehoben wird. „Wir gehen auch davon aus, dass wir das erreichen können.“

Im Fall Keseling, bei dem die Aufhebung der Vorsperre kein Thema war, erhofft sich Mügge von der Berufungsverhandlung eine Reduzierung des Strafmaßes. „Was er gemacht hat, ist nicht in Ordnung, das muss geahndet werden. Auf der anderen Seite muss man beim Strafmaß im Rahmen bleiben.“ Er sei guter Hoffnung, dass die Sanktion milder ausfällt. Keseling hatte zugegeben, Assinuoko unter anderem als „schwarze Sau“ bezeichnet zu haben.

Schiedsrichter anhören

Das Oberste Verbandssportgericht werde im Berufungsverfahren wahrscheinlich noch einmal den Schiedsrichter anhören, vermutet Mügge. Das Verbandssportgericht hatte in seiner Urteilsbegründung angeführt, dass sich Assinuoko bereits in der Pause beim Unparteiischen beschwert habe. Im Fall Horst hatte das Gericht ausschließlich Assinuokos Aussagen als belastende Indizien herangezogen.

Beim 0:2 gegen Rehden lief neben Horst der Nachwuchsspieler Rudolph für Keseling als zweiter Innenverteidiger auf und wird dies wahrscheinlich auch in den nächsten Spielen tun. Als Alternative steht noch Förtsch bereit. Die größere Baustelle scheint jedoch momentan trotz namhafter Verstärkungen in der Winterpause die Offensive zu sein – erneut gelang kein Treffer, und die Aufstiegsränge liegen nach der Pleite in fast unerreichbarer Ferne. Weil aber Horst spielen durfte, hält zumindest das Sportgericht nicht mehr den Schwarzen Peter in der Hand.

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