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Fußball vor Ort Bezirksliga: Sparta Göttingen hat zumindest wieder 20 Spieler
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Bezirksliga: Sparta Göttingen hat zumindest wieder 20 Spieler
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10:21 31.07.2013
Personell gerupft: Esmir Muratovic, hier noch als Coach der SV Groß Ellershausen, trainiert wieder den Bezirksligisten Sparta.
Personell gerupft: Esmir Muratovic, hier noch als Coach der SV Groß Ellershausen, trainiert wieder den Bezirksligisten Sparta. Quelle: Pförtner
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Als der neue Trainer Esmir Muratovic seinen Urlaub angetreten hatte, standen noch 18 Spieler im Kader, als er zurückkam, waren es gerade einmal vier. An der Wettbewerbsfähigkeit ihres seitdem eilig zusammengezimmerten Teams lassen die Verantwortlichen der Rot-Weißen jedoch keinen Zweifel.

Die Abgänge haben Muratovic gewurmt, und gegenüber dem Tageblatt äußerte er, man könne auf die Akteure verzichten. „Wir brauchen keinen, der nicht stolz ist, für Sparta zu spielen“, sagte er – und provozierte damit sofort öffentlichen Widerspruch.

Die Aussage wurde im Tageblatt-Leserforum als Nachtreten gegeißelt, Muratovic selbst sei schließlich vor geraumer Zeit von Sparta zur SV Groß Ellershausen/Hetjershausen gewechselt.

Der Vorwurf ist allerdings nur die halbe Wahrheit, denn als erfolgreicher Trainer der A-Junioren blieb der Bosnier den Rot-Weißen treu. „Er hat den Verein nicht verlassen. Das ist schon mal verkehrt. Und er hat sich für die A-Jugend sehr engagiert“, sagt ein Sparta-Insider, der nicht genannt werden will.

Im übrigen hätten vier der fünf besagten Spieler, die zu Grone gewechselt sind, zwar keine NFV-Verträge, jedoch schriftliche Vereinbarungen unterschrieben, heißt es aus dem Umfeld der Vereinsführung.

Verhandlungen auf gutem Weg

Danach hätten sie sich jedoch, ohne einen Ton zu sagen, dem FC angeschlossen. Dies habe mit Moral und Pflichtbewusstsein nichts zu tun und sei völlig daneben, so das Urteil eines langjährigen Spartaners.

„Wir haben personell erst mal an der Quantität gearbeitet und verfügen jetzt über einen 20-Mann-Kader“, unterstreicht Muratovic. Vielleicht kommt schon bald ein Akteur dazu – und zwar ein Rückkehrer: Daniel Markov, einem der fünf Abtrünnigen, gefällt es laut Muratovic bei Grone doch nicht. Die Verhandlungen seien auf einem guten Weg, so der Trainer.

Gegen Bovenden habe man sich blamiert, dafür aber zuletzt gegen Kreisliga-Aufsteiger Hainberg II mit 8:2 gewonnen. „Das war ein Schritt nach vorn“, sagt Muratovic, dem es erst mal darum geht, die Fitness und das spielerische Moment zu verbessern.

„Wir müssen einen Punkt nach dem anderen sammeln“, sagt er. „Wenn Zuschauer sagen, Sparta hat noch nicht mal Kreisliga-Format, ist das falsch“, heißt es dazu aus Kreisen der Vereinsführung. Zumindest werde man nicht absteigen.

Von Eduard Warda