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Fußball vor Ort Christian Horst schießt Eintracht Northeim zum Sieg
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Christian Horst schießt Eintracht Northeim zum Sieg
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18:27 24.02.2019
Umkämpfte Partie: Der FC Eintracht Northeim gewinnt zum Rückrundenauftakt gegen Delmenhorst mit 2:1.
Umkämpfte Partie: Der FC Eintracht Northeim gewinnt zum Rückrundenauftakt gegen Delmenhorst mit 2:1. Quelle: afu
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Northeim

Der FC Eintracht Northeim bleibt Tabellenführer der Fußball-Oberliga. Am Sonntag schlug die Weißenborn-Elf vor 650 Zuschauern Atlas Delmenhorst mit 2:1 (1:1) - und ist dem Ziel Aufstieg damit ein weiteres Stück näher gekommen. Der Tabellenzweite HSC Hannover büßte beim 2:2 gegen den Letzten BV Cloppenburg wichtige Punkte im Titelrennen ein.

Dementsprechend zufrieden war FC-Trainer Philipp Weißenborn nach dem Spiel: „Wir haben drei Punkte, das ist das Wichtigste. Der Sieg ist absolut verdient.“ Allerdings hätte seine Mannschaft deutlicher gewinnen müssen, gab der Coach zu bedenken. Mit dieser Einschätzung lag er goldrichtig. Denn die Gastgeber machten es nach einer fulminanten Anfangsphase unnötig spannend –und mussten am Ende um die wichtigen drei Punkte zittern.

Delmenhorst kam gut ins Spiel und hätte bereits in der dritten Minute in Führung gehen können. Nach einem langen Abschlag des Gäste-Torwarts war die Northeimer Verteidigung noch unorganisiert. Das nutzte Marco Priessner aus und tauchte plötzlich alleine vor FC-Torhüter Christopher Meyer auf. Sein Schuss aus halbrechter Position verfehlte das Tor aber knapp.

Dann war Northeim drin im Spiel –und Atlas beging taktische Fehler. Kaum zu erklären, warum die Gäste beim Tabellenführer dermaßen hoch verteidigten, dass diese in der Folge immer wieder mit hohen Pässen die letzte Abwehrreihe überwinden konnten. Einige Male ging das gut. Doch in der zwölften Minute bestrafte Nils Hillemann diese Nachlässigkeiten eiskalt. Der FC-Stürmer lief alleine auf den Torwart zu, zog rechts vorbei und traf zum 1:0.

Northeim war jetzt klar überlegen, vergab allerdings Chance um Chance. Die mit Abstand dickste versemmelte Carim Blötz in der 14. Minute: Nach einer Flanke von der rechten Seite musste Blötz den Ball aus zwei Metern nur noch ins leere Tor schieben, vergab diesen 1000-Prozenter aber kläglich. Der Ball kullerte am linken Pfosten vorbei ins Toraus.

In der 25. Minute hatte der wie gewohnt sehr umsichtig und abgeklärt agierende Torben Rudolph die nächste dicke Gelegenheit. Sein Kopfball aus sieben Metern fischte Gäste-Torwart Florian Urbainski aber mit einer Glanzparade aus dem rechten Winkel.

Und so kam es, wie es kommen musste: Delmenhorst stand endlich kompakt und Northeim nahm sich eine spielerische Auszeit. Mit Folgen: Nach einem Freistoß aus halblinker Position legte Steven Müller-Rautenberg quer und Leon Lingerski vollendete aus kurzer Distanz zum 1:1. Die Nachlässigkeiten der Northeimer wurden damit bitter bestraft.

Nach der Pause entwickelte sich eine enge, emotional geführte Partie mit vielen Unterbrechungen. Northeim kontrollierte die Begegnung über weite Strecken, ohne sich zwingende Chancen herauszuspielen. Und so musste am Ende eine Standardsituation für die Entscheidung sorgen. Nach einer Ecke von der rechten Seite war es Christian Horst, der das viel umjubelte 2:1 erzielte. Diese Führung brachten die Gastgeber mit viel Geschick über die Zeit.

„Eigentlich müssen wir vor dem Ausgleich schon 3:0 führen“, sagte FC-Trainer Weißenborn. In der zweiten Hälfte habe sich dann gezeigt, wie reif das Team mittlerweile agiere. „Wir sind nicht nervös geworden, haben unseren Plan nie verlassen und darauf vertraut, dass wir das 2:1 schon irgendwann machen“, sagte Weißenborn. Und so kam es ja dann auch.

Von Andreas Fuhrmann