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Fußball vor Ort Mehr Bezug des DFB zur Basis erwünscht
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Mehr Bezug des DFB zur Basis erwünscht
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07:03 13.06.2019
Jubelnde Spieler der Nationalelf nach dem Sieg gegen Estland: Günstigere Tickets und kinderfreundliche Anstoßzeiten sind nur zwei der vielen Wünsche an den DFB. Quelle: Foto: dpa
Bovenden

 

Hans-Dieter Dethlefs (Vorsitzender des NFV-Kreises Göttingen-Osterode): „Ich würde mir für die Basis mehr und vor allem eine engere Zusammenarbeit wünschen. Beschlüsse oder Regelungen, die vom DFB gefasst wurden, könnten auch vorab mit den Kreisen/Bezirken einmal abgestimmt werden. Da wäre ein Meinungsbild oftmals sinnvoll, und nicht einfach beschließen. Viele Vereine sind sehr unzufrieden. Positiv ist allerdings die Online-Kommunikation über das DFBnet-Postfach – die Infos an die Kreise werden sehr schnell raus gegeben.“

Gero Scheuss (Nikolausberger SC): „Der Profifußball entfernt sich immer mehr von den Vereinen. Es gibt so viele Probleme im Breitensport. Die Offensive mit den Stützpunkten wurde zwar erkannt, aber auch festgestellt, dass es zu wenig Kreativspieler gibt. Funino ist ein Schritt, jedem einzelnen Kinder wieder mehr Spielzeit zu geben und nicht nur den Leistungsgedanken in den Vordergrund zu stellen. Fair Play findet auf den Sportplätzen kaum noch statt. Der Kinderfußball kommt immer mehr unter die Räder, obwohl es im Basisfußball eigentlich heißt, dass jeder spielen soll. Letztlich ist Leistungs- und Basisfußball nicht komplett trennbar.“

„Viele Eltern und Trainer sind bereits in der F-Jugend zu ehrgeizig. Ich habe im Sommer sechs G-Jugendspieler verloren – mit dem Resultat, dass einige von ihnen jetzt keine oder wenig Einsatzzeiten bekommen. Ich würde mir vom DFB mehr Ausbildung, Schulung und Förderung der Trainer wünschen und insbesondere eine Aufklärung für Eltern durchzuführen. Es ist bewiesen, dass weniger als 1 Prozent der Spieler auch Bundesligaprofis werden.“

Thomas Hellmich (Vorsitzender des Ausschusses für Qualifizierung und Trainer SG Lenglern): „Zunächst einmal wünsche ich mir moderate Eintrittspreise für Freundschafts-Länderspiele der DFB-Elf. Zudem sollten die Anstoßzeiten einmal überdacht werden, da diese oftmals alles andere als kinderfreundlich sind. Des Weiteren wäre eine Lizenzstufe unterhalb der C-Lizenz, die derzeit 120 Lerneinheiten umfasst sehr sinnvoll. Viele Jugendmannschaften werden von Vätern trainiert – auch diese sollen die Möglichkeit erhalten, eine Lizenz zu bekommen. Da ist eine umfangreiche Ausbildung häufig nicht machbar.

Ein weiteres Problem ist der sogenannte Fußball-Tourismus. F-Jugendliche fahren teilweise schon in Nachwuchsleistungszentren. Das ist aus meiner Sicht der größte Blödsinn. Die Vereine vor Ort machen eine sehr gute Arbeit und können die Spieler auch sehr ausbilden. Da wünsche ich mir seitens des DFB einfach mehr Aufklärung. Keiner kann bei einem achtjährigen Kind voraussagen, ob es in der A-Jugend in der Bundesliga spielen wird.“

Simon Schneegans (Neuer Trainer Eintracht Northeim): „Im Amateurbereich mehr Förderung für regionale Vereine, besonders bei der Unterstützung von Ehrenamtlichen. Davon gibt es einfach zu wenig.Im Profi-Jugendbereich muss der DFB festgeschriebene Altersgrenzen setzten, so dass Talente nicht zu früh abgeworben werden können.“

Reinhard Plüschke (Schiedsrichter): „Die Schiedsrichter sollten auch in unserem Landesverband schnelle Aufstiegsmöglichkeiten bekommen – das sollte bundesweit einheitlich laufen. Es wäre schön, wenn der Schiedsrichter in der Öffentlichkeit, insbesondere von Trainern, positiver dargestellt werden würde. Dabei kann sicher auch der DFB unterstützen.“

Von Jan-Philipp Brömsen

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