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Fußball vor Ort Zwischenbilanz: SVG Top, Northeim Flop
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Zwischenbilanz: SVG Top, Northeim Flop
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08:45 26.09.2019
Torjubel: Lamine Diop und Nicolas Krenzek sind auch in dieser Saison die Tormaschinen der Sandweg-Elf: Beide zusammen erzielten 16 der bisher 30 Saisontore. Die Elf von Trainer Dennis Erkner liegt nach acht Partien an der Tabellenspitze. Quelle: Foto: Schneemann
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Göttingen/Eichsfeld

Knapp ein Drittel der Spiele sind in den einzelnen Fußballigen der Region absolviert – Zeit für eine Zwischenbilanz: Wer sind die Tops oder eher Flops der bisherigen Spielzeit?

Die Top-Teams

Zu den Topteams der bisherigen Saison zählt sicherlich der aktuelle Landesliga-Tabellenführer SVG Göttingen, der aus acht Spielen bisher starke 21 Punkte einfahren konnte. Das Team von Trainer Dennis Erkner kassierte lediglich beim 0:1 beim SV Reislingen/Neuhaus eine Saisonniederlage und zählt zu den heißen Aufstiegskandidaten in die Oberliga. „Wir haben eine wissbegierige und absolut entwicklungsbegeisterte Mannschaft. Zudem haben wir ein Trainerteam, das genau weiß, was die Jungs brauchen und dies ihnen entsprechend vermitteln“, lobt SVG-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel, der zudem die Neuzugänge der vergangenen zwei Jahre positiv hervorhebt. „Das waren allesamt Verstärkungen“, so Tunkel. Ob es am Ende nach zwei Spielzeiten in der Landesliga wieder für die Oberliga reichen wird, lässt der Abteilungsleiter noch offen. „Wir müssen erst einmal die Topspiele gegen die Konkurrenten absolvieren. Wenn diese Spiele im November vorbei sind, kann man sicher schon mehr sagen“, ergänzt Tunkel. Gegen einen Aufstieg in die Oberliga hätte der Abteilungsleiter sicher nichts einzuwenden.

Für die Experten der Region ist die bisher starke Saison des Bezirksligaaufsteigers SG Werratalsicher gar keine große Überraschung: Das Team von Trainer Alexander Winter grüßt nach acht Partien von der Tabellenspitze und musste bisher nur zwei Niederlagen, davon eine historische beim SSV Nörten-Hardenberg (3:15), hinnehmen. Mit einigen namhaften Spielern konnte sich die SG vor der Serie verstärken und gehört sicher in dieser Form zu den Mitfavoriten um den Aufstieg.

Zu den positiven Überraschungen in der Kreisliga zählen die beiden Eichsfelder Teams SV Germania Breitenbergund SV Eintracht Hahle. „Wir haben das obere Mittelfeld vor der Saison angepeilt – bisher läuft es sportlich echt super“, freut sich SVG-Vorsitzender Bernd Deppe, der allerdings auch die zahlreichen schwer verletzten Spieler beklagt. „Wir haben aktuell fünf bis sechs Ausfälle, davon zwei mit Muskelfaserrissen und drei mit einem Kreuzbandriss. Zudem hat sich mein Sohn Dimitri im Spiel gegen Hahle noch einen Schlüsselbeinbruch zugezogen“, beklagt Deppe. Das positive Abschneiden sei somit umso überraschender, denn die Germanen rangieren derzeit auf Platz eins. „Ob wir das durchhalten, bleibt abzuwarten. Allerdings muss ich unseren Trainer Schmatzer loben – er hat die Jungs gut im Griff und ist ein echter Motivator“, ergänzt der Vorsitzende.

Auch beim SV Eintracht Hahleherrscht positive Stimmung: In acht Spielen musste die Reisinger-Elf noch keine Niederlage, bei zwei Remis, hinnehmen und ist derzeit ärgster Verfolger der Breitenberger. Der Coach, der einige Jahre in Bayern Aktiv war, sieht den Teamgeist im Verein, den Betreuerstab und auch die Zuschauer als Schlüssel zum bisherigen Erfolg. Reisinger übernahm die Eichsfelder im vergangenen Jahr auf Rang zwölf in Abstiegsgefahr, formte ohne spektakuläre Neuzugänge ein homogenes Team – mit Erfolg. „Die Mannschaft nimmt meine Trainingsphilosophie super an. Sicher hat sich das Team unter meiner Regie weiterentwickelt“, so der SVH-Coach. Bei den Zielen gibt sich der Übungsleiter jedoch etwas defensiver: „Wir wollen bis Winter genügend Punkte für den Klassenerhalt holen, um Planungssicherheit zu haben. Mit anderen Zielen können wir uns beschäftigen, wenn wir nach 20 Spielen immer noch so gut dar stehen“, so Reisinger.

Äußerst positiv ist auch das Abschneiden der Reservemannschaft des Bovender SV, die als Aufsteiger in die 1. Kreisklasse Süd aktuell auf Platz zwei stehen. Mit zwei Spielen weniger als der Tabellenführer FC Niemetal zählt der BSV zu den Mitfavoriten für den Aufstieg in die Kreisliga.

Die Flops-Teams

Ganz und gar nicht zufriedenstellend ist das Abschneiden der am höchsten spielenden Mannschaft der Region, dem FC Eintracht Northeim in der Oberliga. „Bei nur vier Punkten und Platz 18 muss man schon von einem Flop sprechen“, sagt Eintracht-Trainer Simon Schneegans. Die Probleme bei den Rhumestädtern seien weittragender als bisher gedacht. „Aktuell steht eine verunsicherte Mannschaft auf dem Platz. Letztlich zeigt sich aber jetzt auch die schlechte Vorbereitung“, so Schneegans. Der Northeimer Coach musste immer wieder zahlreiche verletzte Spieler kompensieren. Kürzlich kamen Carim Blötz mit einer roten Karten und Cetin Erbek (Muskelfaserriss) dazu. „Es zieht sich alles wie ein roter Faden – das Sportliche passt nicht, die Einstellung ist oftmals nicht gut und in den Köpfen spielt sich eine Menge ab“, monierte der Eichsfelder.

In der derzeitigen Situation gehe es nicht um einzelne Spieler, sondern um den Verein. An einen möglichen Rücktritt der Coach allerdings nicht. „Ich laufe nicht weg. Klar macht man sich als Trainer auch Gedanken. Ich bereite mich zusammen mit Olli akribische auf jedes Spiel vor“, betont Schneegans. Die kommende Aufgabe wird mit dem Tabellenführer VFV Hildesheim zumindest nicht leichter.

Eher als Flop kann man auch den Saisonstart desFC Gleichenin der Bezirksliga sehen. Der neu zusammengeschlossene Verein konnte bisher nur einen Sieg (2:1 in Northeim) einfahren. Die Mannschaft von Trainer Ralf Stieg rangiert trotz einem breiter aufgestellten Kader aktuell nur auf Platz 15 und befindet sich derzeit in akuter Abstiegsgefahr.

Noch nicht so richtig in der Spur sind der FC Groneund SCW Göttingen, die allerdings beide ihren Kader deutlich verjüngt haben. Hier muss man die kommenden Wochen abwarten, wohin die Reise gehen wird. Aktuell liegen die beiden Stadtvereine in der Bezirksliga auf den Plätzen zwölf und 13.

Der RSV Göttingen 05hat in der Kreisliga einen glatten Fehlstart hingelegt: Das Team vom Trainer Carsten Langar liegt derzeit nur auf Platz 13, hatte aber eigentlich Ambitionen um den Aufstieg mitzuspielen. „Die Jungs trainieren gut, setzen es aber im Spiel nicht um. Wir bekommen zu viele einfache Gegentore“, sagt Langar. Dass sein Team gegen den Abstieg spielt, glaubt Langar indes nicht. „Wir werden uns fangen. Die Stimmung im Team ist trotz bisher mäßigen Auftritte gut“, ergänzt der RSV-Coach.

Von Jan-Philipp Brömsen

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