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Fußball vor Ort Dennis Bobbert und Drafi Heinrichs laufen in der Rückrunde für Bilshausen auf
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Dennis Bobbert und Drafi Heinrichs laufen in der Rückrunde für Bilshausen auf
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23:05 16.02.2015
Flexibler Offensiv-Allrounder: Bilshausens Neuzugang Drafi Heinrichs (l.), hier gegen Duderstadt.
Flexibler Offensiv-Allrounder: Bilshausens Neuzugang Drafi Heinrichs (l.), hier gegen Duderstadt. Quelle: Jentzsch
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Bilshausen

In der Testpartie gegen den VfL Olympia Duderstadt, die die Bilshäuser souverän mit 8:0 gewannen, trugen beide erstmals das blau-weiße Trikot.

„Kontakt gab es schon seit Sommer. Eigentlich wollte ich bereits zu diesem Zeitpunkt nach Bilshausen wechseln“, berichtet der 27-jährige Bobbert, der seit seiner Kindheit das grüne Seeburger Trikot trug und im Seniorenbereich mit dem SV von der 2. Kreisklasse bis in die Bezirksliga aufstieg. Doch die enge Personaldecke bei den Seeburgern veranlasste den technisch beschlagenen Abwehrspieler, mit dem Wechsel noch zu warten. In der Winterpause entschied Bobbert dann aber endgültig, sich dem Team von BW-Coach Jan-Hendrik Diederich anzuschließen. „Das hatte sportliche Gründe. Ich will nochmal Bezirksliga spielen“, begründet Bobbert, der sich von seinen neuen Mitspielern bereits „top aufgenommen“ fühlt. „Ich möchte die Mannschaft unterstützen und mit ihr Erfolg haben“, betont der Verteidiger, der in Seeburg das Kapitänsamt innehatte. Am Ende der Saison würde Bobbert mit seiner neuen Mannschaft gerne unter den besten vier Teams der Liga stehen, „auch wenn es schwierig werden wird, diesen Platz zu halten.“

Dass Neuling Nummer zwei noch „viele Freunde in Bilshausen“ hat, verwundert nicht, lief Drafi Heinrichs doch einst selbst für die Blau-Weißen auf. Anschließend hatte der 24-Jährige, der sein fußballerisches Glück fortan in Northeim und Bad Gandersheim suchte, jedoch extremes Verletzungspech. Nach seinem Sprunggelenk-Bruch fiel Heinrichs knapp 1,5 Jahre aus. Als er endlich wieder fit war, dauerte es nur drei Monate, bis eine schwere Muskelverletzung den Angriffsakteur erneut dauerhaft aus dem Verkehr zog. Im April 2014 bestritt Heinrichs sein letztes Spiel, bevor er am Sonntag auf Kunstrasen endlich sein Comeback feiern konnte.

„Noch fehlt einiges“, weiß Heinrichs selbst um seine Defizite. Die lange Zwangspause könne einen wahnsinnig machen, „wenn man so fußballverrückt ist wie ich“, beteuert der zuletzt so Geplagte, der deshalb umso mehr hofft, künftig von körperlichen Rückschlägen verschont zu werden: „Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und bis Sommer durchspielen und -trainieren kann.“ Auf welcher Position, ist für den Allrounder dabei zweitrangig: „Ich kann im Sturmzentrum, aber auch außen spielen“, versichert Heinrichs.

Dies bewies er auch gegen Duderstadt, bekleidetet in einer Halbzeit gleich drei Positionen. Ein Tor gelang ihm zwar nicht, aber immerhin eine Vorlage. Heinrichs ist selbst gespannt darauf, ob die Bilshäuser ihr bisher hohes Niveau halten können: „Wenn wir am Ende Vierter oder Fünfter werden, wäre jeder positiv überrascht.“ BW-Coach Jan-Hendrik Diederich ist von seinen Zugängen bereits mehr als angetan. „Beides sind gute Typen. Sportlich und menschlich.“

Von Christian Roeben