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Fußball vor Ort ESV Rot-Weiß siegt trotz Rückstand
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20:48 20.03.2012
Torreiches Spitzenspiel: Daniela Henneke (r.) brachte ihren FC zwar in Front, doch letztlich jubelten Stephanie Stehl (l.) und ihr ESV.
Torreiches Spitzenspiel: Daniela Henneke (r.) brachte ihren FC zwar in Front, doch letztlich jubelten Stephanie Stehl (l.) und ihr ESV. Quelle: SPF
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Adelebsen

"Heute hat ganz klar die Defensive das Spiel entschieden“, urteilte ESV-Trainer Hans-Werner Wehmeyer, räumte zugleich aber ein, dass der Sieg „ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen“ sei.

Keine vier Minuten waren gespielt, schon stand es nach Treffern der FC-Spielerin Daniela Henneke sowie der ESVerin Franziska Volkmar 1:1. Auch in der Folge hatten beide Seiten gute Möglichkeiten. Eiskalt nutzte ihre Chance in der 14. Minute ESV-Spielerin Xheyahire Zani: Stark in Szene gesetzt, schüttelte sie drei Gegenspielerinnen ab und sorgte mit einem Heber für das 2:1.

Die folgenden dreißig Minuten gehörten dem FC Lindenberg-Adelebsen, der effizient die Freiräume im Mittelfeld nutzte. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen: Zunächst vergab Kapitänin Miriam Wedemeyer zwei Chancen. Wenig später angelte sich in letzter Sekunde die ESV-Keeperin eine Bogenlampe vor der einköpfbereiten Caroline Müller.

Pressing

Vor allem über die Flügel kamen die Gastgeberinnen zu Chancen, fingen durch Pressing Bälle ab und ließen den Gegner nur bei einem Schuss von Eileen Jansen zum Zug kommen (32.). Entsprechend verärgert zeigte sich ESV-Coach Wehmeyer: „Wo ist denn die Konzentration hin?“, wollte er wissen. Weil er so stürmisch an der Seitenlinie auf- und abtobte, witzelte ein ESV-Fan: „Zum Glück gibt es keine Coaching-Zone.“

Die Drangphase der Gastgeberinnen hielt an, doch ein Torerfolg blieb aus. „Wir hätten nachlegen müssen“, ärgerte sich Lindenbergs Coach Bodo Schmidt. Abgesehen von der Chancenausbeute war er zufrieden: „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Sie hat nie aufgesteckt.“

Doppelter Abpraller

Nicht einmal, als zu Beginn der zweiten Hälfte Eileen Jansen nach starkem Doppelpass mit Marie Diekgerdes aus 14 Metern das 3:1 erzielte. Nach dem Treffer kam der ESV wieder besser ins Spiel. Diekgerdes scheiterte knapp mit einem Volleyschuss, während die Chancen des FC fast ausschließlich über die schnelle Stürmerin Wedemeyer liefen. Für die Entscheidung sorgte letztlich in der 71. Minute Janina Kellner nach einem doppelten Abpraller. Dass in der Schlussphase die ESV-Stürmerin Jasmin Bachmann gleich zweimal das leere Tor nicht traf, war spätestens bei der Sieges-Humba vergessen.

Der Tabellenzweite ESV distanzierte den FC damit auf vier Zähler und bleibt punktgleich mit Spitzenreiter SV Teutonia Lafferde.

Tore: 1:0 Henneke (2.), 1:1 F. Volkmar (4.), 1:2 Zani (14.), 1:3 Jansen (49.), 1:4 Kellner (71.).

Von Timo Holloway