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Fußball vor Ort Sen-Treffer schockt Eintracht Northeim
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23:33 29.05.2019
Vor gut gefüllten Rängen unterlag Eintracht Northeim (rot) im ersten Relegationsspiel gegen den Lüneburger SK Hansa Quelle: Brömsen
Northeim

Die entscheidende, aber auch am meisten diskutierte Szene ereignete sich in der 83. Minute, als Lüneburgs Torjäger Utku Sen aus abseitsverdächtiger Postion gegen die aufgerückte Northeimer Abwehr das 0:1 für die Gäste erzielte – das Tor des Tages.

Bei perfekten äußeren Bedingungen im Gustav-Wegner-Stadion begann die Partie mit leichter Verzögerung, da die Gäste eine knapp fünfstündige Anreise hinter sich hatten. Um 19:34 Uhr gab Schiedsrichter Yannick Rath (Bremen) die Partie frei. Die rechts von der Eintracht-Trainerbanl platzierten rotgelben Fans begannen mit einer kleinen Pyro-Show und Stadionsprecher Moritz Braukmüller begrüßte die 1483 Zuschauer im „schönsten Stadion der Regionalliga-Relegation“.

Starker Rettstadt

Der Rauch war noch nicht ganz verzogen, da kamen die mit Ex-Bundesligatrainer Rainer Zobel angetretenen Gäste zum ersten Abschluss nach 15 Sekunden. Die Eintracht gefiel mit einem schönen Angriff über Silvan Steinhoff, der Finn Lucas Rettstadt in Szene setzte, dessen Seitfallzieher aber von LSK-Keeper Ole Springer pariert wurde. Ein guter Start der Gastgeber.

Nach acht Minuten tauchte der Regionalligist mit einem doppelten Abschluss vor Keeper Meyer auf – harmlos. Knapp wurde es dann am Strafstoß der Gäste, als der agile Rettstadt nur durch ein Foul zu Fall gebracht werden konnte. Schiedsrichter Rath verlegte den Tatort außerhalb des Strafstoß und zog gelb für Linksverteidiger Felix Vobejda. Der Freistoß war zwar gefährlich, segelte aber durch die Gäste-Abwehr hindurch ins Aus.

Die Northeimer zeigten eine ordentliche erste Hälfte, die Einstellung stimmte und auch die Zweikämpfe in einer intensiven, aber nicht überharten Partie, wurden angenommen. Torchancen blieben bis zum Pausenpfiff dagegen eher Mangelware, sodass die Partie torlos in die Halbzeit ging.

Zimmermann hat Führung auf dem Fuß

Beiden Teams merkte man die Bedeutung der Partie an, das letzte Risiko wurde bisher nicht eingegangen. Die bis dato beste Chance hatte die Gastgeber sechs Minuten nach dem Seitenwechsel, als erneut Rettstadt nach einer Steinhoff-Flanke per Kopf um ein Haar die Führung erzielte, in Keeper Springer aber seinen Meister fand. Nur eine Minute später verließ der etwas unglückliche Yannick Freyberg den Rasen und Melvin Zimmermann kam.

Mitte der zweiten Halbzeit nahm die Intensität, aber auch die Härte zu: Beide Mannschaften kassierten binnen zwei Minuten jeweils den gelben Karton. Northeim drängte in dieser Phase auf den Führungstreffer, die letzte Konsequenz oder einfach das Risiko zum Abschluss fehlte jedoch oftmals. Die beste Chance der Weißenborn-Elf entstand aus Team nichts, als Gästespieler Ambrosius einen kapitalen Fehlpass spielte und Zimmermann nahezu zum Führungstreffer einlud (73.). Der eingewechselte Angreifer schien so überrascht, dass er das Leder an das Außennetz setzte – eine Riesenchance war vergeben.

Sen erzielt Tor des Tages

So kam es, wie es kommen musste: Der LSK wirkte in der Schlussphase agiler und erzielte durch Sen (83.) die Führung, die insgesamt nicht einmal unverdient war. Nach dem Treffer sieben Minuten vor dem Ende wirkte die Eintracht angeknockt und hätte fast noch das 0:2 kassiert. Das Tor von Marian Andre Kunze wurde aber vom Assistenten zurück gewunken.

In den Schlussminuten konnte sich Northeim nicht mehr von dem Gegentreffer erholen. Somit ging die erste Relegationspartie zwar verloren, doch am Sonntag, 2. Juni, um 15 Uhr sollte in der Lüneburger Sülzwiese noch etwas möglich sein. Ein Klassenunterschied war zumindest in den 90 Minuten nicht festzustellen.

Von Jan-Philipp Brömsen

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