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Fußball vor Ort FC Grone benötigt ein Wunder
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19:01 21.05.2018
Jonathan Schäfer (am Ball) steuerte zwei Treffer zum 5:1 gegen Lengede bei. Quelle: Niklas Richter
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Grone

Nur ein Wunder kann den FC Grone noch retten: Das ist die bittere Erkenntnis des Pfingstwochenendes in der Fußball-Landesliga. Nach dem 1:2 (0:1) gegen Favorit FT Braunschweig am Sonnabend und einem überzeugenden 5:1 (3:0) gegen den SV Lengede hat die Elf vom Rehbach nur noch theoretische Chancen, die Klasse zu halten. Beim FC spricht spätestens nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Lehndorfer SV am Mittwoch aber ohnehin niemand mehr vom Ligaverbleib.

Ihm sei es wichtig, in den letzten drei Spielen gute Leistungen zu zeigen und so viele Punkte wie möglich zu holen, sagte Grones Trainer Jelle Brinkwerth vor der Partie gegen Lengede – „an den Rest verschwende ich keinen Gedanken“. Und diese Maßgabe schien seine Mannschaft zu beflügeln. Die Gäste verbuchten zwar die erste Chance. Dann aber begannen die Justin-Taubert-Festspiele am Rehbach. Die quirlige Nummer 10 zerlegte die ungelenke Defensive der Gäste fast im Alleingang. Verfehlte sein Fallrückzieher in der 10. Minute noch knapp das Tor, zeigte Taubert wenig später seine ganze Klasse. Drei Gegenspieler ließ er wie Pappkameraden stehen und schob überlegt aus zehn Metern zum 1:0 ein. Nur eine Minute später erhöhte der ebenfalls bestens aufgelegte Jonathan Schäfer auf 2:0.

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Lengedes Problem: Das Team verteidigte sehr hoch, die Abwehrspieler waren dafür aber viel zu weit von ihren Gegenspielern entfernt. Hinzu kam ein schlechtes Umschaltspiel. Das nutzten die flinken Offensivkräfte der Groner eiskalt aus. In der 30. Minute genügte ein langer Pass von Richard Hehn auf Schäfer, um die komplette Hintermannschaft der Lengeder auszuhebeln. Schäfer ließ sich die Chance nicht nehmen. Und die Gäste? Die verbuchten in Hälfte eins nur noch einen Freistoß von der Strafraumkante, den der gewohnt umsichtige und reaktionsschnelle Dennis Koch parierte.

Spätestens nach dem 4:0 durch Taubert in der 65. Minute nach feiner Einzelleistung war das Spiel entschieden. Zwar verkürzte Lengede per Foulelfmeter noch auf 4:1 (70.). Mit dem Schlusspfiff traf der eingewechselte Ibrahim Koc aber zum 5:1-Endstand. „Entscheidend war, dass wir heute mal die erste Chance genutzt haben. Das war sehr wichtig für uns“, sagte Brinkwerth, der den FC Grone auch in der nächsten Saison trainieren wird – in welcher Liga auch immer. „Es gibt keinen besseren Trainer für den FC Grone“, lobte der Vorsitzende Horst Herborg den Coach. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm und werden daher an der Zusammenarbeit festhalten.“

Von Andreas Fuhrmann

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