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Fußball vor Ort FC Höherberg verspielt 2:0-Führung
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort FC Höherberg verspielt 2:0-Führung
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09:03 31.08.2015
Höherbergs Max Jünemann (2.r.) bedrängt Stephane Fotsing Wamba (2.v.l.) vom SC Weende II in dieser Szene.
Höherbergs Max Jünemann (2.r.) bedrängt Stephane Fotsing Wamba (2.v.l.) vom SC Weende II in dieser Szene. Quelle: Pintschak
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Als ob er etwas geahnt hätte: Total aufgeregt, die personifizierte Nervosität, tigerte Stern die letzte Viertelstunde die Seitenlinie auf und ab. „Wann ist denn endlich Schluss?“, fragte er den Linienrichter immer wieder. Dann verlor Julius Meyer im Mittelfeld den Ball, unaufhaltsam rannte Weendes John Erb aufs Tor zu und vollendete mit einem knallharten Schuss unter die Latte (84.). Nur noch 2:1, aus dem FC-Trainer wurde endgültig ein Nervenbündel. Vier Minuten später war es dann geschehen: Denis Kopp rennt aus seinem Strafraum, um einen weiten Pass wegzuschlagen, doch er tritt ins Leere – SC-Stürmer Yannick Timm läuft mit dem Ball aufs leere Tor zu und braucht nur noch einzuschieben (88.): 2:2, der Ausgleich, Stern und die rund 150 Zuschauer können es nicht fassen.

 
Angesichts des späten Zeitpunkts der beiden Gegentreffer sowie der Tatsache, dass wenige Sekunden vor Schluss Marvin-Luke Pygoch mit einem Kopfball nur den Außenpfosten traf und somit der FC fast doch noch gewonnen hätte, war es ein unglücklicher Punktverlust für die Platzherren. Nimmt man jedoch die gesamten 90 Minuten zum Maßstab, können sie mit dem Remis zufrieden sein. Insgesamt waren die Gäste nämlich die etwas bessere Mannschaft, hatten alles in allem auch die klareren Tormöglichkeiten.

 
Die beiden größten vergab der spätere Ausgleichstorschütze Timm: In der 49. Minute steht er nach Zuspiel des quirligen Stephane Fotsing Wamba völlig frei vor Kopps Kasten, schiebt den Ball jedoch wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Und in Minute 75 (zwei Minuten, bevor Markus Jünemann das 2:0 erzielt) trifft er aus fünf Metern Entfernung per Kopf nur die Querlatte.   

   
Sterns Einschätzung, dass seine Mannschaft besser gewesen sei und mehr fürs Spiel getan habe, kann man daher mit vollem Recht anzweifeln. Keinen Zweifel gibt es jedoch an der Tatsache, dass beide Teams trotz starker Hitze – es herrschten mehr als 30 Grad – kämpferisch alles gaben und an ihr Limit gingen. Ein Lob gebührt auch Schiri Christian Rahlfs. Er zeigte sich konditionell auf der Höhe, lag mit so gut wie allen Entscheidungen richtig und zeigte das richtige Gespür, indem er den Spielern in beiden Halbzeiten aufgrund des warmen Wetters jeweils eine mehrminütige Trink- und Verschnaufpause einräumte.     

 
FC Höherberg: Kopp – Beusshausen, Kurth, Blümel (89. Schaufler), Meyer – Helmrich, Gehrke, Pygoch, Max Jünemann – P. Jünemann (73. Kasimir), Markus Jünemann (85. Elsenhans). – Tore: 1:0/ 2:0 Markus Jünemann (55., 77.); 2:1 Erb (84.), 2:2 Timm (88.).

 

Von Hauke Rudolph