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Fußball vor Ort Frauenfußball-Oberliga: Renshausen ist defensiv gefordert
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Frauenfußball-Oberliga: Renshausen ist defensiv gefordert
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19:36 13.09.2013
Zwei Leistungsträgerinnen beim FFC Renshausen: Libera Katharina Heuerding (vorne rechts) und Desiree Gries (links). Quelle: Schauenberg
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Eichsfeld

Nach dem auf eigenem Platz erkämpften 1:1 gegen den ESV Rot-Weiß Göttingen will die Mannschaft von Trainer Wendelin Biermann am Sonntag ab 11 Uhr am Kressenanger versuchen, gegen die SG Schamerloh den ersten Heimerfolg und damit den ersten dreifachen Punktgewinn der neuen Oberliga-Saison zu holen.

Mit Schamerloh präsentiert sich dabei ein Team im Eichsfeld, das sich in der vergangenen Spielzeit als ausgesprochen offensivstark präsentierte: In 22 Partien traf die Mannschaft  des aktuellen Trainers Gerrit Stickdorn 72 mal.

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Besonders die junge Auswahlstürmerin Juliana Meier stellte die gegnerischen Abwehrreihen wiederholt vor unlösbare Aufgaben, markierte 26 Treffer und lag damit letztendlich auf Platz drei der Torschützenliste.

Biermann warnt vor zu viel Euphorie

„Das ist schon eine Hausnummer, auf sie werden wir auch am Sonntag aufpassen müssen“ warnt FFC-Coach Wendelin Biermann. „Schamerloh ist eine eingespielte Mannschaft, die schon lange in der Oberliga spielt. Wir werden, wie in jedem Spiel, auch diesmal wieder 100 Prozent auf den Platz bringen müssen, um das Spiel eng zu halten und vielleicht erfolgreich zu sein.“

Um die Offensivwucht des Kontrahenten einzudämmen, wollen die FFC-Spielerinnen zuerst ihr Augenmerk auf die Defensive legen. „Wenn wir anfangen, wilde Sachen zu machen, dann werden wir keine Chance haben. Nicht nur am Sonntag, sondern überhaupt, um in der Liga zu bleiben“, warnt Biermann vor zu viel Euphorie auf dem Platz.

„Vom Potenzial her sind wir die Nummer elf oder zwölf der Liga. Wenn wir ein Offensivfeuerwerk abbrennen wollen, wird das nicht klappen.“

Zuletzte verloren die Eichsfelderinnen knapp mit 0:1 in Hildesheim, mussten sich in ihrer ersten Auswärtspartie in Jesteburg gar mit 0:4 geschlagen geben.

Mindestens noch drei Siege holen

Doch mit dem aktuellen Leistungstrend und auch der Trainingsbeteiligung gibt sich Biermann sehr zufrieden: „Wenn ich sehe, dass dienstags von 15 Spielerinnen 13 regelmäßig beim Training sind, dann finde ich das spitzenmäßig. So macht mir das Spaß.“ Dieser Fleiß, hofft Biermann, werde sich im Laufe der Vorrunde – im Idealfall schon gegen Schamerloh – bezahlt machen.

„Wir werden eine Menge Glück und Durchhaltevermögen brauchen, nur dann haben wir auch eine Chance, das ganze positiv zu gestalten. Wir wollen bis zum Ende der Hinrunde mindestens noch drei Siege holen. Je eher wir damit anfangen, desto besser wäre es natürlich für uns.“

Bis auf Sarah Breitenbach, die gegen Schamerloh aus privaten Gründen nicht zur Verfügung steht, hat sich der komplette Renshäuser Kader fit und damit einsatzbereit gemeldet. Desiree Gries und Julia Deppe können zwar derzeit nicht regelmäßig am Trainingsbetrieb teilnehmen, wollen gegen den aktuellen Tabellensiebten aber dennoch auflaufen.