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Fußball vor Ort Frust beim SV Bilshausen nach 1:4-Niederlage
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Frust beim SV Bilshausen nach 1:4-Niederlage
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19:19 09.11.2015
Gerät ins Straucheln: Bilshausens Xavier Rosenthal (r.), hier gegen Christopher Meyna.
Gerät ins Straucheln: Bilshausens Xavier Rosenthal (r.), hier gegen Christopher Meyna. Quelle: Schneemann
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Bilshausen

Bevor die SG – die sich auch durch das frühe und sehenswerte Gegentor von Jonathan Hungerland nicht aus der Ruhe bringen ließ – auftrumpfte, mussten sich die Fans jedoch ein wenig gedulden. Erst um 13.42 Uhr und damit 18 Minuten vor dem planmäßigen Beginn trafen Schiedsrichter Imad Omeirat (Seesen) und sein Gespann ein. „Ein Unfall auf der Autobahn“, erklärte der Referee, der mit 13-minütiger Verspätung anpfiff und reichlich zu tun bekam. Insgesamt sieben Gelben Karte zückte Omeirat in einem kampfbetonten Prestigeduell, bei dem jedoch alles im Rahmen blieb. „Es ging zur Sache, war aber nie unfair“, bestätigte Bilbeber.

 
Dessen Sohn Robin wurde in Halbzeit eins gleich zweimal ordentlich abgeräumt. Schon in der ersten Minute fällte ihn Bilshausens Angreifer Drafi Heinrichs auf Höhe der Mittellinie, zwölf Minuten später Joachim Böttger kurz vor dem Strafraum. Doch Bergdörfers Nummer 19 nahm die Attacken sportlich. „Ist doch alles keine Absicht“, wiegelte er gegenüber den Zuschauern ab und meinte augenzwinkernd: „Mal sehen, wen ich als nächstes bekomme.“

 
Als semiprofessioneller Wahrsager entpuppte sich Ludger Wüstefeld, Trainer des an diesem Wochenende spielfreien Kreisklassisten SG Pferdeberg, in der Halbzeit, in die die Gäste mit einer 2:1-Führung gingen. Seine Voraussage, dass beim Abpfiff nicht mehr alle 22 Akteure auf dem Platz stehen würden, erwies sich als falsch. Richtig lag Wüstefeld hingegen mit der Prognose, was den weiteren Spielverlauf angeht. „Bergdörfer gewinnt, die machen nach einem Konter noch das 3:1“, prophezeite der Polizist. Das traf in Minute 72 in Gestalt von Nico Germerott auch exakt so ein. Lukas Gatzemeier ließ zehn Zeigerumdrehungen später gar noch den vierten Bergdörfer-Streich folgen.

 
Ratlosigkeit herrschte nach der zweiten Heimniederlage dagegen bei den Platzherren. „Wir legen denen zwei Dinger auf“, ärgerte sich Bilshausens Zeugwart Eberhard Engelhardt in der Pause. In dieser, berichtete Blau-Weiß Coach Jan-Hendrik Diederich, habe man sich für Durchgang zwei „viel vorgenommen“, aber dann „gar nichts mehr auf die Kette bekommen“.

 
Dass die SG Bergdörfer viel lauf- und zweikampfstärker gewesen sei, wie Diederich befand, sah man auch ihren Trikots an. Eigentlich blütenweiß, waren diese nach dem Schlusspfiff schweiß- und schmutzgetränkt.

 
Möglicherweise hatte ja auch der Auswärts-Jerseysatz den Gästen Glück gebracht. „Die“, verriet dessen Mannschaftsverantwortlicher Timo Schlotterhose, „hatten wir schon ewig nicht mehr an.“ Vielleicht kommen die Ausweichtrikots nach dem Derbytriumph ja jetzt wieder öfter zum Einsatz.

Von Christian Roeben