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Fußball vor Ort Fußball: 1. SC 05 analysiert Erstrunden-Aus im NFV-Pokal
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball: 1. SC 05 analysiert Erstrunden-Aus im NFV-Pokal
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18:57 29.07.2013
Ersatz-Kapitän: Patric Förtsch (l.), hier gegen den Hildesheimer Niklas Kiene.
Ersatz-Kapitän: Patric Förtsch (l.), hier gegen den Hildesheimer Niklas Kiene. Quelle: Pförtner
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„Die ersten 20 Minuten und die letzten 20 Minuten waren gut“, sagt etwa Torhüter Nils Holzgrefe, der sich eine Teilschuld gibt.

„Beim zweiten Gegentor habe ich ein bisschen gepennt. Da bin ich zu früh rausgelaufen und überlupft worden“, sagt der Torwart-Hüne selbstkritisch. Doch alles in allem habe 05 in der ersten Hälfte ein gutes Spiel abgeliefert. „Wir haben im Vergleich zur letzten Saison spielerische Fortschritte gemacht“, unterstreicht Holzgrefe.

05-Geschäftsführer Jan Steiger ergänzt: „In der ersten Halbzeit waren wir kampfstark, diszipliniert, haben wenige Chancen zugelassen, und die Podolczak-Brüder haben vorn für Unruhe gesorgt.“ Das 0:2 48 Sekunden nach Wiederanpfiff fiel dann „zum ungünstigsten Zeitpunkt“, so dass die erste Viertelstunde mit dem Schlusspunkt des Treffers zum 3:0 Lüneburg gehört habe. Erst danach habe man sich als Team gesteigert, und auch Akteure wie Rudolph seien auffälliger geworden.

Horst ist ein wichtiger Faktor

„Lüneburg war der erwartet starke Gegner, aber mit Horst und Stern wäre es noch enger geworden“, resümierte Steiger das erste Spiel des neu gegründeten 1. SC 05, dessen erstes Pflichtspieltor Keseling zum 1:3 erzielte. Auch Holzgrefe hofft, dass es mit Horst, der erneut wegen eines Polizei-Einsatzes passen musste, besser läuft. „Keseling und Rudolph haben ihre Sache gut gemacht. Aber Horst ist einfach ein wichtiger Faktor.“

Zwar rückte der Rest der Mannschaft durch die Vorbereitung und das Teambuilding im Bispinger Centerpark noch enger zusammen, doch gilt weiterhin: Ein Stürmer und ein erfahrener Akteur täten der Mannschaft gut. Auf der Wunschliste steht nach wie vor Sebastian Gundelach, bisher beim Regionalligisten KSV Hessen Kassel beschäftigt, der sein Kommen allerdings mit Verweis auf seine Familie von der Vermittlung eines Jobs abhängig gemacht hat.

„Er würde unsere jungen Spieler gut führen können“, sagt Steiger. „Wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, muss man alles daran setzen, ihn zu verpflichten. Es geht aber darum, ein Paket zu schnüren, dass für beide Seiten akzeptabel ist.“

Das Pokal-Aus war zwar bitter. Allerdings zähle Lüneburg zu den „stärkeren Oberligisten“, unterstreicht Steiger. Im Gegensatz wohl zum TSV Ottersberg der bei seinem Pokalauftakt eine Blamage erlebte: Ottersberg verlor beim Bezirksligisten TV Dinklage mit 0:2. „Pokal ist Pokal. Da kann alles passieren“, warnt Holzgrefe vor Übermut – der Punktspielauftakt führt die 05er am kommenden Sonntag nach Ottersberg. „Ich gehe davon aus, dass wir eine gute Chance haben zu gewinnen“, sagt Steiger.

Von Eduard Warda